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DAN DAVIS
 

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Dan Davis im Interview mit AYRIA
Die Sängerin Jennifer Parkin zu den Themen Konsum,      Übersinnliches, den 11. September 2001 und Musik

In Kanada gehört 
Jennifer Parkin mit
ihrer Band AYRIA 
schon seit Jahren 
zur gepflegten Mu-
sik elektronischen
Ursprungs. Von Pop
über Rock bis hin zu 
Industrial - die Ein-
flüsse auf ihre Mu-
sik sind vielfältig. 
Derzeit arbeitet 
Jennifer Parkin in
ihrer Heimat an 
dem vierten Album.
Grund genug sie dort
in heimischen Gefil-
den einmal näher zu
ihrer Vergangenheit,
ihren Vorlieben und 
Abneigungen zu be-
fragen. Auch das The-
ma 9/11 und übersinn-
liche Phänomene wer-
den nicht ausgelassen.

Die Musik von AYRIA
ist sicherlich schwer auf
einen Nenner zu bringen.
Zu viele Einflüsse umge-
ben die blonde Dame. 
Doch genau diese Offen-
heit den Dingen gegen-
über zeichnet sie aus. 
Hier im Interview mit
Dan Davis im COVER
UP! Newswmagazine.




Bild links: Sängerin
Jennifer Parkin von
AYRA (by J. Parkin).


Jennifer Parkin im Interview mit Dan Davis
über den Song "Selling Rebellion":

"Das Hauptkonzept im Chorus ist die Passage „Could you see me enough?“. Erneut bezug-
nehmend auf unsere Konsumgesellschaft, die
alle Dinge verkauft und vermarktet, von denen
 du glaubst sie zu benötigen. „I buy therefor I am“
(“Ich kaufe damit ich etwas darstelle”) und „A
mass production, of what makes me who I am“.
„All this aggression & self hatred, makes for one
angry machine...”"
 


 

Rechts: Cover der CD "Flicker" von AYRIA mit Jennifer Parkin auf dem Cover. 




Dan Davis: Hallo Jennifer. Was ist 
zurzeit Dein Lieblingsbuch und 
Dein Lieblingsfilm? 

Jennifer Parkin: Hmm, nun ich lese
zur Zeit H.G. Wells DIE ZEITMA-
SCHINE. Es ist schon ein altes Buch,
aber ich hatte es noch nie gelesen 
und ich liebe Science Fiction-Bücher
und Kriminalromane. Ich habe kein 
absolutes Lieblingsbuch. Was Filme 
angeht, so hatte ich keine Zeit auf 
Tour. Ich hatte mir vorgenommen
ein paar Filme im letzten Winter 
anzuschauen, kam aber aufgrund
der wenigen Zeit nicht so dazu, wie
ich es gerne gehabt hätte.  Ich mag 
Komödien und am meisten Science 
Fiction-Filme. 

Diese Filme sind nicht neu, aber es sind ein paar die ich mag: THE DESCENT, IN BRUGES, ALIENS & ALIENS, BLACK DYNAMITE (wegen all der Kung Fu-Lehren), ähm, das sind alle die mir gerade einfallen.

Dan Davis: Bist Du ein Mädchen das an unerklärliche Phänomene glaubt? Und hattest Du jemals 
selbst ein solches Erlebnis?

Jennifer Parkin im Interview mit Dan Davis:
"Ich lese zur Zeit H.G. Wells DIE ZEITMASCHINE.
Es ist schon ein altes Buch, aber ich hatte es noch
nie gelesen und ich liebe Science Fiction-Bücher."

Jennifer Parkin: Ich glaube an übernatürliche Phänomene, aber ich habe leider selbst noch nichts Derartiges
erlebt, was eine gute Sache ist, denn ich hätte Angst, wenn es tatsächlich passieren würde. Doch mein ganzes
Leben lang habe ich gefühlt, dass dort draußen irgendjemand ist, der auf mich aufpasst. Eine unsichtbare Macht,
die mich führt und dazu veranlasst hat, Dinge zu tun, die ich in meinem Leben gemacht habe. Das klingt vielleicht
witzig, aber so empfinde ich es. Keine Ahnung, vielleicht stammt es nur von einer Paranoia, die mich glauben lässt,
ständig beobachtet zu werden?

Bild links: Jennifer Parkin.

Dan Davis: Wie begann
Deine musikalische Kar-
riere? Hast Du vor AYRIA
in einer anderen Band 
gespielt?

Jennifer Parkin: Ich denke
meine musikalische „Kar-
riere“ begann im Jahr 2003
mit AYRIA. Zuvor sang ich
für eine kurze Zeit in einer
anderen Band mit dem Na-
men EPSILON MINUS. 
Dies half mir Vertrauen
und Erfahrungen zu sam-
meln, hilfreiche Quellen 
und Beziehungen aufzu-
bauen, um AYRIA an den
Start zu bringen.

Dan Davis: Wie heißen Deine Lieblingsmusiker und welche Musikrichtungen magst Du, beziehungs-
weise nicht?

Jennifer Parkin im Interview mit Dan Davis:
"Ich glaube an übernatürliche Phänomene, aber
ich habe leider selbst noch nichts Derartiges
erlebt, was eine gute Sache ist, denn ich hätte
Angst, wenn es tatsächlich passieren würde.
Doch mein ganzes Leben lang habe ich gefühlt,
dass dort draußen irgendjemand ist, der auf mich
aufpasst. Eine unsichtbare Macht, die mich führt
und dazu veranlasst hat, Dinge zu tun, die ich in
meinem Leben gemacht habe..."

Jennifer Parkin: Ich bin offen für viele Bereiche der Musik. Ich höre fast alles von Klassik, Rock, Electro, 
Industrial und meine größte Leidenschaft ist die Popmusik (ich habe Ehrfurcht vor manchen Produktionen und 
Elementen hinter solchen Popsongs! Besonders wenn es um die Percussion und die beeindruckende Aufmerksam-
keit geht, interessante Gesangsparts einzuspielen!). Einige meiner absoluten Lieblingsbands sind THE PRESETS,
IamX, SANTOGOLD, NITZER EBB, LADYHAWKE etc. (es sind einfach zu viele, um sie hier aufzuzählen). Was
ich überhaupt nicht mag ist jede Art von Country Musik und ich mag die meiste Rapmusik nicht, doch nochmals, 
ein guter Song ist ein guter Song, ganz egal aus welcher Musikrichtung er kommt und so versuche ich möglichst 
keine musikalischen Grenzen in mir aufzubauen, bei dem was ich höre.

Bild rechts: Die Sängerin Jennifer Parkin  auf 
US-Tour im Jahr 2008.

Dan Davis: Wie würdest Du die Musik von
AYRIA beschreiben?

Jennifer Parkin: Electro-Industrial-EBM-Synth-
Pop für Liebhaber. Ich lasse mich von so vielen Einflüssen inspirieren, dass ich glücklich bin,
in einer Band zu sein, die etwas schwer zu kate-
gorisieren ist. Ich nehme die Elemente vom 
Electro (eine abgefahrene Synth. Bassline und
tanzbaren Beat) und manchmal  schräge Beats,
und verbinde sie mit einem Mix von schönen 
Gesangsmelodien, im Kontrast mit verzerrten
Gesang und verbinde alles mit den depressiv-
sten Texten, die man sich nur vorstellen kann. 

Dan Davis: Auf Deiner CD „FLICKER“ be-
findet sich der Track „SELLING REBELLI-
ON“. Kannst Du erzählen, was die Geschi-
chte hinter dem Song ist?

Jennifer Parkin: Er ist beeinflusst von unse-
rer Konsumwelt, die uns umgibt und unser-
en übertriebene Verbrauchsgewohnheiten, 
und wo immer man hinschaut, versprechen
Dir die Hersteller mehr und mehr und mehr.
Von Selbstverherrlichung über falsche 
Sicherheit.

Sie würden Dir alles verkaufen, was in eine kleine hübsche Schachtel passt. Einige meiner Lieblingszeilen von
dem Song handeln davon, dass manche Dinge mehr sind als die Summe ihrer Teile: „I think I found a piece of
you, that doesn`t came from a package. But they are waiting for it to fail so they can sell you something new.” 
(“Ich denke ich habe ein Stück von dir gefunden, dass nicht in der Packung war. Doch sie warten darauf, dass es 
kaputt geht, damit sie etwas Neues verkaufen können“). Das Hauptkonzept im Chorus ist die Passage „Could you 
see me enough?“. Erneut bezugnehmend auf unsere Konsumgesellschaft, die alle Dinge  verkauft und vermarktet, 
von denen du glaubst sie zu benötigen. „I buy therefor I am“ (“Ich kaufe damit ich etwas darstelle”) und „A mass 
production, of what makes me who I am“. „All this aggression & self hatred, makes for one angry machine”.

Jennifer Parkin im Interview mit Dan Davis:
"Ich lasse mich von so vielen Einflüssen inspi-
rieren ...
 Ich nehme die Elemente vom Electro
(eine abgefahrene Synth. Bass
line und tanzbaren
Beat) und manchmal  schräge Beats, und verbinde
sie mit einem 
Mix von schönen Gesangsmelodien,
im Kon
trast mit verzerrten Gesang und verbinde
alles mit den depressivsten Texten, die man sich

nur vorstellen kann."
 

Links: Jennifer Parkin live mit AYRIA
(Scott Edward, 2008).


Dan Davis: Du bist im Sommer 2010
in den USA mit der deutschen Band
PROJECT PITCHFORK auf Tour. 
Wann wird AYRIA wieder in Deutsch-
land zu sehen sein?

Jennifer Parkin: Nun, ich habe von Ok-
tober 2009 – Januar 2010 etwa 3 Monate
hauptsächlich in Deutschland aber auch
in anderen Teilen Europas als Support 
für VNV NATION und den CRUXSHA-
DOWS verbracht. Deshalb bin ich jetzt
ganz gerne wieder eine Zeit zuhause, 
zumal es eine Menge Geld für Bands
kostet, eine Reise über den Atlantik
für eine Tour zu machen. Speziell in
Deutschland habe ich wundervolle 
Erfahrungen gemacht, denn ich liebe
das deutsche Publikum und das deut-
sche Essen!

Dan Davis: Was ist die Geschichte 
hinter dem Song „My Revenge to the
world!“ Und welche Songs von AYRIA 
beschreiben am meisten den „Geist“
der Band?

Jennifer Parkin im Interview mit Dan Davis
über Verschwörungstheorien über "9/11":

"Ich beschäftige mich normalerweise nicht so
sehr mit Verschwörungstheorien ... ich weiß nicht
genug darüber, um das letztlich beurteilen zu 
können, ob nicht doch etwas an den Behaup-
tungen über eine Verschwörung dran ist. Wie
auch immer man darüber denkt oder was und
wen man dahinter vermutet, es war auf jeden
Fall eine schreckliche Sache, der Verlust so 
vieler unschuldiger Menschenleben. Das wissen 
wir mit Sicherheit."

Bild rechts: Jennifer Parkin.

Jennifer Parkin: Ich hatte einen schlechten 
Tag und so begann ich damit den Song zu 
schreiben. Ich begann einen stampfenden 
aggressiven Song zu schreiben, dann 
wechselt er zu einem sarkastischen Stück
mit seinem Text und dem Titel. Ich meine, 
deine Rache auf die komplette Welt zu 
fokussieren, ist so over the top wie ein 
witziger Bösewicht! Ich verkörperte eine 
bedrohliche Stimme die kreischte: „Die
Welt gehört mir! Ich will meine Rache an 
ihr!“ Dann, um das ganze noch zu Toppen, 
wurde die EP „My Revenge to the World“
in pink mit Herzchen, Sternen und meiner 
Unterschrift versehen. Es ist nur ein Song, 
und wenn es Leute gibt, die das nicht 
verstehen, dann kann ich es nicht ändern.
Es ist bis heute der am meisten verkaufte
Song von mir!

Die Frage danach, welches Songs am
meisten den „Spirit“ der Band verkör-
pern, und wenn ich Deine Frage jetzt 
richtig verstehe, dann würde ich sagen
ALLE! Sie sind für mich ein musikali-
scher Prozess. Ich würde niemals be-
haupten wollen, das AYRIA sich nur
über stampfende EBM-Beats definiert,
oder nur über Coversongs. 

Ich würde mich selbst niemals nur in eine Sparte kategorisieren. Ich denke die Musik ist da eher multidimensi-
onal und multifacettenreich. Ich kann einen Track mit kiesigen, stampfenden, verzerrten Gesang machen, gefolgt 
von einer schönen melodischen Ballade. Und meine Fans genießen das, denn das bin ich. Wenn alle Songs ein-
dimensional gleich mit 135 bmp wären, würden die Menschen meine Musik glaube ich nicht mögen.

Jennifer Parkin im Interview mit Dan Davis:
"Die Frage danach, welches Songs am meisten
den „Spirit“ der Band verkörpern, und wenn ich
Deine Frage jetzt richtig verstehe, dann würde ich
sagen ALLE! Sie sind für mich ein musikalischer
Prozess..."

Bild links. Jennifer Parkin live.




Dan Davis: Siehst Du selbst
Deine Musik als Ausdruck von
Rebellion?

Jennifer Parkin: Nicht wirklich.
Ich erfahre mich selbst über meine
Musik. Drücke mit ihr meine Emoti-
onen aus, die mal wütend, traurig, 
glücklich, unsicher, die Welt um
mich herum beobachtend, etc sind.
Ich würde dies nicht als rebellisch betrachten. 

Dan Davis: Arbeitest Du an einer 
neuen CD?

Jennifer Parkin: Ja ich bin zurzeit
im Studio und arbeite an meiner 
vierten CD! Wow! Ich kann es gar
nicht glauben, schon so viele CDs veröffentlicht zu haben! Ich habe
schon den ganzen Winter, nachdem
ich von der Europatour Anfang Ja-
nuar zurückgekommen bin, an den
Demos gearbeitet. Wenn es in die Produktionsphase geht, arbeite ich wieder mit Sebastian Komor (ICON
OF COIL, MELT, MOONITOR),
worüber ich sehr aufgeregt bin! 

Er produzierte die CD HEARTS OF BULLETS von mir und es entstand einer glatter Sound, exakt das was ich 
wollte und ich liebe es mit ihm zusammenzuarbeiten, weil es sehr einfach ist da er ähnliche Vorstellungen hat. Ich kann Dir noch nicht zu viele Informationen geben. Die CD hat noch keinen Namen und alles ist noch offen. Ich schreibe die Musik die ich fühle. Das Material für die neue CD ist derzeit noch nicht veröffentlichungswürdig, aber das zu ändern ist derzeit meine Hauptaufgabe.

Jennifer Parkin im Interview mit Dan Davis
über den Song "Selling Rebellion":

"Er ist beeinflusst von unserer Konsumwelt,
die uns umgibt und unser
en übertriebene
Verbrauchsgewohnheiten, und wo immer man
hinschaut, versprechen Dir 
die Hersteller mehr
und mehr und mehr. Von Selbstverherrlichung
über falsche Sicherheit. 
Sie würden Dir alles
verkaufen, was in eine kleine hübsche Schachtel
passt..."

Bild rechts: Die kanadische Sängerin
Jennifer Parkin.

Dan Davis: Eine andere Frage. Glaubst Du, 
es ist etwas dran an den Verschwörungstheo-
rien um den 11. September 2001, die in den
USA und außerhalb kursieren? Oder denkst
Du, alles lief so ab wie es offiziell behauptet 
wurde?

Jennifer Parkin: Da kann ich nicht wirklich 
mitsprechen. Ich habe zu wenige Untersuchun-
gen angestellt, um mir eine Meinung darüber
bilden zu können, die mehr als nur Vermutun-
gen wären. Ich beschäftige mich normalerweise 
nicht so sehr mit Verschwörungstheorien, aber 
nochmals, ich weiß nicht genug darüber, um
das letztlich beurteilen zu können, ob nicht 
doch etwas an den Behauptungen über eine 
Verschwörung dran ist. Wie auch immer man 
darüber denkt oder was und wen man dahinter 
vermutet, es war auf jeden Fall eine schreck-
liche Sache, der Verlust so vieler unschuldiger 
Menschenleben. 

Das wissen wir mit Sicherheit.

Jennifer Parkin im Interview mit Dan Davis:
"Ich hatte mir vorgenommen ein paar Filme im
letzten Winter anzuschauen, kam aber aufgrund
der wenigen Zeit nicht so 
dazu, wie ich es gerne
gehabt hätte. 
Ich mag ... am meisten Science
Fiction-Filme.
.."


Dan Davis: Danke Jennifer für Deine Zeit und die Informationen.

Jennifer Parkin: Danke für das Interview, Dan. Wenn einer Deiner Leser meine Songs der HEARTS OF BULLETS und weitere Informationen über mich checken will, es gibt jede Woche etwas neuen auf meiner Homepage. Ich gehe dort jede Woche auf einen anderen Song ein, den ich gemacht habe und erläutere meine Motivationen dazu, die Musik, Produktion und Erinnerungen. Manchmal findet man dort auch Fotos und Clips. http:/www.ayria.com


Ayria - Debris - 212 - Horrible Dream (XPQ-21 mix)


Die CD / das Album:
HEARTS FULL OF BULLETS:



(Copyright by COVER UP! Newsmagazine, 27.04.2010)

(Copyright Bilder: by Jennifer Parkin)   

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