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Dan Davis im Interview mit MIND.IN.A.BOX
Sänger Stefan Poiss über Musik, Überwachungsstaat, 
Liebe, die NSA-Affäre, Mind-Control & Billy Idol

MIND.IN.A. BOX ist ein elektronisches 
Projekt der Österreicher Stefan Poiss und 
Markus Hadwiger. Ihre erste CD „Lost alone“ 
erschien im Jahr 2004 und sorgte in der Elec-
tro-Szene für Begeisterung. Ihr zweites Al-
bum „Dreamweb“ schaffte ist in den Deut-
schen Alternativcharts bereits bis auf Platz 2.
Es folgten Remixe für Industrial-Größen wie
FRONT LINE ASSEMBLY und musikalische 
Projekte mit MASSIV IN MENSCH. Sie steu-
erten unter anderem einen Titel für den Film
SAW II bei und ihre Musik ist auf X-Box 360-
Dan Davis sprach mit Stefan Poiss über ihre 
Musik, das dahinterstehende Konzept, den 
NSA-Skandal, Angela Merkel, den Überwa-
chungsstaat und vieles mehr.

Bild links:  Markus Hardwiger und Stefan Poiss von MIND.IN.A.BOX (by S. Poiss).

Stefan Poiss, Sänger und Musiker des Electro-Projekts, spricht mit Dan Davis über Mindcontrol, MK-Ultra, Über-
wachungsstaat, NSA-Affäre, Liebe und MIND.IN.A.BOX. „1984“ wurde schon längst Realität, die Glaubwürdig-
keit der Politiker nimmt ab. Dies ist die Meinung von Stefan, der sich hier ausführlich zu diesen Themen äußert. 
Neben den aktuellen CDs „Revelations“ und „Revelations – Club Mixes“ geht er auch auf sein Side-Project THYX 
näher ein. Jetzt hier im COVER UP! Newsmagazine! 

Stefan Poiss im Interview mit Dan Davis:
"Ich denke „1984“ ist schon länger als wir glau-
ben Realität. Was da an Lügen und Unwahrhei-
ten generell von Politikern verbreitet werden, 
ist unglaublich. Nur um sich selbst und das 
System zu schützen. Nur noch Lügen und Un-
wahrheiten und totschweigen, wenn es gefähr-
lich wird. Das Vertrauen in die Politik ist dadurch 
heute nahezu gleich Null. Die Politiker sollten sich 
jeden Tag fragen, für wen sie eigentlich arbeiten."

Rechts: Cover der CD "Revelations 
Club Mixes" von MIND.IN.A.BOX.

Dan Davis: Hallo Stefan! Euer Projekt
heißt „mind.in.a.box“. Wie kamt ihr
auf den Namen? Seit wann gibt es
„die Band“ und wie kamst Du zur
Musik?

Stefan Poiss: Den ersten Release "Lost
alone" hatten wir 2004. Also seit dem
Zeitpunkt gibt es uns offiziell. Inoffiziell
begannen unsere Arbeiten schon ca. 3-4
Jahre davor. Markus (Texter von mind.in.
a.box) und ich bastelten vor mind.in.a.box
sehr lange zusammen an einem Computer-
spielprojekt namens "Parsec", wo ich die
Musik beisteuerte. Markus war der Haupt-
programmierer. Zu der Zeit begann ich erst
langsam professionelles Equipment zusam-
menzusparen und die Soundqualität war
eher dürftig. Ich mixte noch alles auf un-
glaublich schlechten Boxen über einen 20
Jahre alten Onkyo Receiver. 

Generell  begann ich mit 12 Jahren mit dem Commodore 64 Musik zu machen, später dann am PC mit diversen 
Tracker-Sequenzer sowie mit dem Adlib-Chipsatz. Ich wuchs quasi damit auf, den Computer als Instrument zu 
benutzen. Ach ja, von 5-10 lernte ich Akkorden. Das gefiel mir dann aber nicht mehr so recht.

Nach Parsec wollte ich dann eine Musik-CD veröffentlichen und wir gründeten das Projekt mind.in.a.box. Der 
Name spiegelt einerseits uns selbst ein wenig wieder. Wir waren zwei Personen, die still und heimlich über Jahre 
hinweg an eigenen Projekten arbeiteten, ohne davon viel zu veröffentlichen. Besonders ich selbst war ziemlich 
schüchtern.

Andererseits steht der Name für eingekesselt sein, nicht aus sich selbst heraus können, gefangen sein in einem
System, in dem viele nicht das tun können, was sie gerne tun würden.

Stefan Poiss im Interview mit Dan Davis:
"Den ersten Release "Lost alone" hatten wir 
2004. Also seit dem Zeitpunkt gibt es uns offizi-
ell. Inoffiziell begannen unsere Arbeiten schon
ca. 3-4 Jahre davor ... Um dieses Thema herum 
konstruierten wir dann auch die Idee einer 
zusammenhängenden Sci-Fi-Story in den
Texten unserer Songs und Alben, wo es auf der 
einen Seite "Die Agency" gibt und auf der ande-
ren Seite die Rebellen oder "die Sleepwalker".

Um dieses Thema herum konstruierten wir dann auch die Idee einer zusammenhängenden Sci-Fi-Story in den
Texten unserer Songs und Alben wo es auf der einen Seite "Die Agency" gibt und auf der anderen Seite die 
Rebellen oder "die Sleepwalker".

Dan Davis: Euer aktuelles fünftes Album trägt den Titel „Revelations“. Was unterscheidet das Werk 
Deiner Meinung nach von den Vorgängeralben?

Links: Cover der CD "Dreamweb" von
MIND.IN.A.BOX.

Stefan Poiss: Ich denke, mein Gesang hat sich
hier am meisten verändert, da wir zwischen
R.E.T.R.O und Revelations zeitlich gesehen viel
für das mind.in.a.box goes live Projekt geprobt
haben. Das hat doch sehr stark meine Stimme
verändert. Sie rutschte mehr in den Mittelpunkt
und ist dominanter, mächtiger. Für mich selbst
klingt das Album erwachsener als die ersten
mind.in.a.box Alben.

Dan Davis: Ich persönlich halte „Revelati-
ons“ für Euer bislang stärkstes MIND.IN.A.
BOX Album. Es wirkt im Gegensatz zu den
Vorgängeralben etwas weniger experimen-
tell, mehr strukturiert und auch der Gesang
gefällt mir sehr gut. Zuweilen kann man
sogar in einigen Songs fast „PARADISE
LOST“-artige Züge erkennen, auch wenn
die Musik sicherlich in eine ganz andere
Richtung geht. 

Besonders auffallend auch auf der CD „Revelations – Club Mixes“ und der Version von „Remember“. 
Ist es Dir wichtig, Dich immer wieder neu zu erfinden?

Stefan Poiss: Vielen Dank. Man tut, was man kann, um nicht immer das Selbe zu machen, denn das wäre 
auch für mich auf Dauer langweilig. Ich bin ein Fan von einem progressiven Songaufbau und ich versuche immer 
Songs frequenzmäßig aufzufüllen, bis es bombastisch wird. Bei mind.in.a.box distanziere ich mich von "weniger
ist mehr". Ich möchte einen Sound kreieren der voluminös ist, wo es viele Layers mit Sounds und Melodien gibt 
und man förmlich darin eintauchen kann.

Stefan Poiss im Interview mit Dan Davis:
"Ich weiß nicht, ob es anderen auch so geht, 
aber spätestens nach dem Überwachungsskan-
dal kannst du eigentlich nichts mehr glauben, 
was dir irgendein mächtiger  Mann erzählt."

Dan Davis: Ich persönlich kann sogar in einigen der Tracks von MIND.IN.A.BOX, auch bei den älteren
Alben, gesanglich u. a. zuweilen Anleihen im Gesang an BILLY IDOL erkennen, die hier da und nach
oben treten. Als alter Idol-Fan für mich natürlich großartig. War das eher unbewusst?

Rechts: Cover der CD "Revelations" 
von MIND.IN.A.BOX.

Stefan Poiss: Billy Idol hat schon viele tolle
Songs gemacht, ich hab das als Jugendlicher
viel gehört. Ich denke, das war aber eher
unbewusster Natur.

Dan Davis: Welche Musiker haben Dich
auf Deinem Weg mit beeinflusst?

Stefan Poiss: In meinen Anfängen waren es
hauptsächlich die Computerdemo-Musiken
auf dem Commodore 64, Amiga und PC. Das
faszinierte mich ungemein. Generell Demos,
also computergenerierte "Videos" mit Musik-
untermalung... Das war großartig. Eine Skill-
Demonstration von Leuten unter sich. Markus
und ich waren da mehr Beobachter, als wirk-
lich involviert, weil wir noch zu jung waren.
Aber die Computerdemomusik hat mich weit-
aus stärker beeinflusst, als jede andere Mu-
sikszene, weil du hier eine art Wettbewerb
hast. 

Bei "normaler" Musik kann jeder machen und arbeiten wie er will. Und vor allem früher hing vieles davon ab, 
wie viel Geld du hattest, um gut zu klingen. Aber bei Computerdemos arbeitet jeder mit demselben Instrument, 
nämlich mit dem gleichen Soundchip des Computers. Und du versuchst damit besser zu sein, als der andere. Für 
jemanden, der das nicht verstand, war das eine Spinnerei. Weil das am Commodore 64 nur blubberte und piepste. 
Aber wenn du wusstest, wie winzig und schwach der Soundchip darin war und was aber die Leute imstande 
waren daraus herauszuholen, dann hast du das mit anderen Augen gesehen. Der Commodore 64 konnte nur 3 
Stimmen gleichzeitig erzeugen. Dann begannen die Leute ineinander verschachtelte Melodien zu machen, wo 
zwischen den Noten der Sound gewechselt wurde, um eine vierte Melodie zu erzeugen. Nur um jetzt ein Beispiel 
zu nennen. Da war auch viel mit programmieren verbunden. Ein guter Commodore64-Musiker war damals 
gleichzeitig auch ein guter Programmierer.

Stefan Poiss im Interview mit Dan Davis
über Bundeskanzlerin Angela Merkel:
"Ich glaube sie ist komplett überfordert mit dem 
was sie tut und hat selber keine Visionen, wo es
hingehen soll. Den Eindruck bekomme ich
jedenfalls."

Markus hat für mich die Soundroutinen programmiert und dann später auch einen reinen Midi-Sequenzer, mit 
dem ich die Ur-Versionen des ersten mind.in.a.box Albums komponierte. Ich komme also eher aus dieser Ecke 
heraus. Und das wird auch der Grund sein, warum viele uns einen eigenen Sound zugestehen.

Dan Davis: „mind.in.a.box“ wirkt im Gesamtkonzept sehr „Science Fiction“-lastig. Könntest Du Dir
vorstellen, mal einen Film-Soundtrack zu diesem Genre zu komponieren? 

Links: Cover der CD "RETRO" 
von MIND.IN.A.BOX.

Stefan Poiss: Ja, das wäre sicherlich
fantastisch, so etwas einmal zu machen.
Ich hoffe, ich bekomme irgendwann mal
die Gelegenheit dazu.

Dan Davis: Deine Meinung zum Thema
Überwachungsstaat? Gerade mal wie-
der aktuell durch die NSA-Affäre im Jahr
2013. Fluch oder Segen? Wurde „1984“
Realität?

Stefan Poiss: Das ist eine Katastrophe und
unfassbar, wie weit das schon heute geht.
Ich denke „1984“ ist schon länger als wir
glauben Realität. Was da an Lügen und Un-
wahrheiten generell von Politikern verbreitet
werden, ist unglaublich. Nur um sich selbst
und das System zu schützen. Nur noch Lü-
gen und Unwahrheiten und totschweigen,
wenn es gefährlich wird. 

Das Vertrauen in die Politik ist dadurch heute nahezu gleich Null. Die Politiker sollten sich jeden Tag fragen, 
für wen sie eigentlich arbeiten.

Dan Davis: Frau Merkel ist…?

Stefan Poiss: Sie ist so eine art aktives Fahrwerk, ein Stoßdämpfer. Sie federt alles ab mit ihrer Gelassenheit und 
reitet uns dabei immer tiefer in den Sumpf. Ich glaube sie ist komplett überfordert mit dem was sie tut und hat 
selber keine Visionen, wo es hingehen soll. Den Eindruck bekomme ich jedenfalls.

Dan Davis: Das Album „RETRO“ fällt (sicherlich beabsichtigt) etwas aus dem Rahmen. Wie kamst Du
auf diese Idee?

Stefan Poiss: Ich wollte die Musik-Heros meiner Vergangenheit damit ehren und ein paar Commodore 64-Hits
aus der Vergangenheit in neues Gewand verpacken. Es gibt ja Unmengen an C64-Remixes, aber ich wollte meine 
eigenen Interpretationen davon machen. Das war wirklich ein lustiges Projekt. Hat mir viel Spaß gemacht.

Stefan Poiss im Interview mit Dan Davis:
"Auf den Alben will ich zum Großteil elektro-
nisch bleiben. Ein paar Gitarren gab es aber 
immer schon, auch schon beim ersten Album im 
Hintergrund zu hören. Live treten wir mit Bass, 
Gitarre und Schlagzeug auf."

Dan Davis: Ich glaube, Ihr habt Euch nach „Crossroads / Retro“ auch von Eurem alten Label getrennt.
Warum? Mehr Eigenständigkeit – weniger Stress?

Rechts: Cover der CD "Crossroads" von
MIND.IN.A.BOX.

Stefan Poiss: Ja, durchaus. Ich würde
mind.in.a.box als erfolgreiches Projekt
bezeichnen. Wir haben doch eine, für
heutige Verhältnisse, recht große Fan-
gemeinde. Wenn du heute eine Band
gründest ist das nicht mehr so einfach,
so etwas zu erreichen. Trotz allem ist es
wenig Geld das du damit verdienst. Da 
gibt es kaum Berufe in der westlichen 
Welt, wo du einen geringeren Stunden-
lohn dafür bekommst. Dependent Re-
cords war toll. Sie haben uns zu dem 
verholfen, was wir jetzt sind. Ich will 
hier niemanden auf die Füße treten. 
Letztendlich wollte ich aber, ein Ein-
zelgänger wie ich eben bin, alles selber
entscheiden. Unabhängig zu sein ist mir
viel wert. Deine Songs immer wieder für
die nächsten 10 Jahre zu verkaufen geht
dann irgendwann nicht mehr, vor allem
weil dir selbst ja viel mehr an den Songs
liegt, als du an Geld dafür bekommst. 

Dieses Gleichgewicht ist heutzutage nicht mehr gegeben. Die Hoffnung größer zu werden ist verschwindend 
klein geschrumpft, während ein Song für die Band nach wie vor genauso viel Wert ist wie früher.

Dan Davis: Einer meiner Favorites von „mind.in.a.box“ ist natürlich „Certainty“ von der „Dreamweb“-
CD. Ebenfalls erschienen als MCD. Kannst Du etwas zu dem Track berichten?

Stefan Poiss: Certainty ist auch für mich einer meiner absoluten Favorits. Vor allem live macht mir Certainty 
immer sehr viel Spaß, weil es so mysteriös und cool klingt.

Stefan Poiss im Interview mit Dan Davis:
"Dependent Records war toll. Sie haben uns zu 
dem verholfen, was wir jetzt sind. Ich will hier 
niemanden auf die Füße treten. Letztendlich 
wollte ich aber, ein Einzelgänger wie ich eben bin, 
alles selber entscheiden. Unabhängig zu sein ist 
mir viel wert."

Links: Cover der MCD "Certainty" 
von MIND.IN.A.BOX.
 
Es fängt mit meinen Lieblings-Synthi-
flächen und tiefer Stimme an. In dem
Song habe ich wie in so vielen bei
mind.in.a.box viele Stimmarten kom-
biniert. Tief und gepitcht, normal und
sogar manches gesprochen von einem
Sprachsynthesizer, was relativ aufwen-
dig war, weil du jedes Wort zerschnei-
den und in den Sprach- oder Gesangs-
rhythmus platzieren musst. Derselbe
Sprachsynthesizer kommt auch übri-
gens in dem Song 8 Bits vor. Der Re-
frain klingt im Gegensatz zu den Stro-
phen sehr zerbrechlich, fast schon
flehend. "Why do you keep me from
certainty". Diese Gegensätze gefallen
mir immer sehr gut.
 
Dan Davis: Ein paar Worte zu dem
Track „Control“ der aktuellen CD?
 
Stefan Poiss: Control ist ein sehr, sehr 
langsamer emotionaler Song. 

Textlich müsstest du Markus fragen, der könnte dir hier mehr erzählen. Mir gefällt die Refrainmelodie sehr gut, 
weil sie sich von den Strophen alleine aufgrund der Melodieführung abhebt und dahinschwebt. Normalerweise 
erhöhst du beim Refrain die Emotion, in dem du lauter wirst, aggressiver oder höher singst. Bei dem Song funk-
tioniert es genau umgekehrt. Der Gesang ist im Refrain eher tiefer und auch nicht lauter oder aggressiver. Es ist 
einfach die Melodieführung die hier alles eine Stufe in die Höhe hebt.

Stefan Poiss im Interview mit Dan Davis auf
die Frage, ob er glaubt, dass etwas ähnliches
wie MK-Ultra im Geheimen existiert:
"Das Vertrauen ist schon lange weg und es ist
eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich,
dass so ein Projekt irgendwo läuft..."

Dan Davis: Die Vergangenheit hat aufgezeigt, dass hinter dem Rücken der Gesellschaft immer wieder
geheime Verstandeskontrollprojekte (MK Ultra & Co) ausgeführt wurden. Denkst Du dies ist ein dun-
kles abgeschlossenes Kapitel der Vergangenheit - oder läuft im Verborgenen Deiner Meinung nach
auch heute noch etwas Ähnliches?

Rechts: Cover der CD "Lost alone" von
MIND.IN.A.BOX.


Stefan Poiss: Wer weiß das schon. Das
Vertrauen ist schon lange weg und es ist
eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich,
dass so ein Projekt irgendwo läuft. Ich
weiß nicht, ob es anderen auch so geht,
aber spätestens nach dem Überwachungs-
skandal kannst du eigentlich nichts mehr
glauben, was dir irgendein mächtiger
Mann erzählt.

Dan Davis: Ich glaube mir ist mind.in.
a.box erstmals vor einigen Jahren auf
einem Sampler (mit dem Track „Chan
ge“ von der CD „Lost alone“) aufge-
fallen, den Mozart (von UMBRA ET
IMAGO) zusammengestellt hatte.
Hast Du auch schon echte Gitarren
verwendet? Und könntest Du Dir vor-
stellen auch mal ein echtes Saxo-
phon zu verwenden?

Stefan Poiss: Auf den Alben will ich zum Großteil elektronisch bleiben. Ein paar Gitarren gab es aber immer 
schon, auch schon beim ersten Album im Hintergrund zu hören. Live treten wir mit Bass, Gitarre und Schlag-
zeug auf. Wirklich rockig sollten wir hier nur klingen, wenn unser Computer ausfällt oder wir schlecht abgemischt 
werden. Auch live war immer mein Ziel 3/4 elektronisch + 1/4 echte Instrumente. Ich würde das nicht ausschließen 
mit dem Saxophon. Ich bin immer für alles offen.

Stefan Poiss im Interview mit Dan Davis:
"In meinen Anfängen waren es hauptsächlich
die Computerdemo-Musiken auf dem Commo-
dore 64, Amiga und PC. Das faszinierte mich un-
gemein. Generell Demos, also computergenerier-
te "Videos" mit Musikuntermalung... Das war 
großartig."

Dan Davis: Thema Liebe: In wie weit beschäftigt Dich dieses Thema bei Deiner Arbeit? Eure Musik ist
sehr gefühlsbetont. Gib es zu wenig Liebe und zu viel Egoismus in der Welt? Wird sich die Menschheit
eines Tages selbst vernichten?

Stefan Poiss: Auf jeden Fall zuviel Egoismus und zu wenig Liebe. Ob wir uns selbst eines Tages vernichten? Ich
fürchte ein paar Egoisten werden immer übrig bleiben.

Dan Davis: Du hast ja noch ein anderes musikalisches Projekt mit dem Namen THYX. Worin würdest Du
die musikalischen Unterschiede / Schwerpunkte zwischen THYX und MIND.IN.A.BOX sehen?

Stefan Poiss: Der größte und wichtigste Unterschied ist die durchgehende Sci-Fi-Story bei mind.in.a.box und 
das es hier mehr Regeln gibt. Zum Beispiel einen Song mit Pitchgesang wie Change gab es bisher auf jedem 
mind.in.a.box Album. Solche kleinen Traditionen würde ich hier gerne weiterführen. THYX ist komplett frei 
von allem. Alles ist erlaubt, auch ein 6-minütiges Triangle-Solo.

Dan Davis: Die aktuelle CD ist ja aus dem Jahr 2012. Werkelst Du schon wieder an etwas neuem bezüglich
MIND.IN.A.BOX?

Stefan Poiss: Derzeit noch nicht. Das liegt stark am Markus, wie schnell er neue Texte schreiben kann. Er ist
beruflich sehr viel unterwegs und hat nicht viel Zeit. Ich würde aber sehr gerne bald wieder loslegen.

Dan Davis: Dann wünsche ich Dir und Markus weiterhin gute Inspirationen!

 Bild oben: Mind in a Box.


Mind.In.A.Box - Change



mind.in.a.box - Timelessness (official video)



Mind In A Box - Certainty [VIDEO] HD 720p



mind.in.a.box - Second Reality - Live Visual

(Copyright by COVER UP! Newsmagazine, 26.08.2013)
(Bilder: Copyright by Stefan Poiss, mind.in.a.box)


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THYX - Side-Project von Stefan Poiss

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