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Dan Davis im Interview mit NELL JONES
"Das Model und der Autor" über Machiavelli, "Spooky", 
Politiker, Fotos & den Glauben an sich selbst

Das Model und die angehende 
Autorin Nell Jones "lebt und ar-
beitet" nach dem Motto"Nie-
mand hätte jemals den Ozean
überquert, wenn er die Möglich-
keit gehabt hätte, bei Sturm das 
Schiff zu verlassen" (Zitat von 
Charles F. Kettering). Im Inter-
view mit dem Buchautor Dan
Davis geht sie auf ihre Arbeit,
das anstehende erste Buch von 
ihr, Machiavelli und das Thema
Machtmissbrauch ein. Nell steht
dem Thema "Übernatürliches"
skeptisch gegenüber und die 
"Wahrheit" ist nicht immer die
Wahrheit, Politi ker nicht dazu
da, um ihnen zu trauen. 

Das im wahrsten Sinne des Wor-
tes bildhübsche Fotomodel Nell 
Jones hat noch nie etwas erlebt, 
das sie als "übernatürlich" ein-
stufen würde, was sie dazu ver-
leitet, den "Geist um die Ecke" 
mit einer gesunden Portion Skep-
sis zu betrachten. 

Links: Nell Jones (by M. Jones).

Ok, möglicherweise hat Hui Buh doch nicht gelebt - aber was ist mit dem Thema Machtmissbrauch und Über-
wachungsstaat? Ist auch das für Nell ein Hirngespinst und können wir unseren Politikern künftig trotz falscher 
Wahl versprechen doch trauen? Dies und einige Einblicke zu Nells erstem geplanten Buch über "Theo und Tess" 
und weitere "Top Secret"-Auskünfte jetzt hier im COVER UP! Newsmagazine im Interview mit Dan Davis. 

Nell Jones im Interview mit Dan Davis:
"Schon Machiavelli hat gesagt, dass es die 
Aufgabe eines Politikers ist, seine Macht zu 
erhalten und dazu sei jedes Mittel recht. Die 
Politiker erzählen uns das, was wir hören wollen 
um wieder gewählt zu werden ... Ehrlichkeit ist 
in dieser Branche, wie in so vielen anderen, kein 
Erfolgsmodel. Und wie überall anders auch fragt 
sich der Belogene, ob er belogen wird..."

Bild rechts: Das Fotomodel Nell
Jones (by Marc Jones).

Dan Davis: Auf Deiner Homepage 
hast Du das Zitat "Niemand hätte 
jemals den Ozean überquert, wenn 
er die Möglichkeit gehabt hätte, bei 
Sturm das Schiff zu verlassen" von
Charles F. Kettering. Eine Art Le-
bensmotto? Und warum gerade
dieses Zitat?

Nell Jones: Lebensmotto ist viellei-
cht zu viel gesagt, aber es sind Wor-
te, die mich schon eine ganze Zeit 
begleiten und in denen viel Wahr-
heit steckt. Ich glaube, dass viele 
einfach viel zu schnell aufgeben. 
Bei dem kleinsten Rückschlag wird
die Flinte ins Korn geworfen und 
man meutert gegen sich selbst. 
Wenn ich ein Ziel habe und dieses 
wirklich erreichen will, dann kann
ich das auch und lasse mich durch 
nichts davon abbringen, selbst 
wenn ich dafür „schlechtere Zei-
ten“ durchmachen muss oder auch
mal der ein oder andere angebliche 
Freund auf der Strecke bleibt. 

Gekoppelt mit dem Satz von Plato, das man es nicht jedem Recht machen kann, gibt das für mich eine ganz
gute Basis durchs Leben zu gehen. Ich habe keine Lust, dass irgendwann auf meinem Grabstein steht: „Mein
Leben hat jedem gefallen, nur mir nicht - und Talent hatte ich auch, aber das hab ich nicht genutzt, weil ich mich
nicht getraut habe, auf Sicherheit zu verzichten“

Laut Nell Jones Worte, in denen viel Wahrheit stecken & auf ihrer Homepage zitiert werden:
"Niemand hätte jemals den Ozean überquert, 
wenn er die Möglichkeit gehabt hätte, bei 
Sturm das Schiff zu verlassen" (von Charles 
F. Kettering).
 

Dan Davis: Du hast mir gesagt Fotos sind Dein Leben. Seit wann arbeitest Du als Fotomodel 
und wie hat alles angefangen?

Bild links: Fotomodel Nell Jones (by
Reizlicht.de).


Nell Jones: Ich stehe seit Anfang 2008
vor der Kamera. Angefangen hat es mit einem Klassentreffen und der Tatsache,
dass einer der ehemalige Schulkamera-
den auch hinter der Kamera steht. Da
ich früher in der Schule wohl das war,
was man gemeinhin als „das hässliche Entlein“ bezeichnet, wollte ich zeigen,
dass sich die Zeiten geändert haben
und nutzte die Gelegenheit zu einem Testshooting. Danach hat es mich ge-
packt. Ich wollte mehr. 

Und was zuerst ein nettes Hobby und 
Ausgleich zu meinem Bürojob war, 
nahm mit der Zeit immer mehr Raum
in meinem Leben ein. Meine Kreativität 
wollte immer mehr raus, die Shootings 
wurden zahlreicher und aufwendiger 
und die Gedanken kreisten nur noch 
um die nächsten Shooting-Ideen. Ja, 
und dann habe ich meinem Mann Marc
Jones kennengelernt und hatte mit ihm 
die Möglichkeit, mich voll und ganz auf
Fotos und das Modeln zu konzentrieren.

Seit Mitte 2009 mache ich nichts anderes 
mehr. 

Ich habe alle Zelte (Job, Wohnung, 
Freunde, Familie) abgebrochen und was
soll ich sagen, es war die Beste Entschei-
dung, die ich treffen konnte.

Dan Davis: Deine Fotos sind sehr professionell. Viele Deiner Bilder wurden von Deinem Mann Marc
Jones, er ist ja professioneller Fotograf, aufgenommen. Ergänzt Ihr euch bei den Ideen oder ist Marc 
hier überwiegend derjenige, der die Ideen vorbringt? Habt Ihr euch über das Fotografieren kennen-
gelernt?

Nell Jones: Ich fange mal mit der zweiten Frage an… Ja, wir haben uns über das Fotografieren kennengelernt.
Marc hat damals noch das Studio vermietet und ich hatte dort ein Shooting mit einem anderen Fotografen.

Nell Jones im Interview mit Dan Davis:
"Würde ein Politiker hier ehrliche Aussagen treffen, denen man trauen kann, würde er zum 
Dank nicht wieder gewählt ...  Nein, ich vertraue 
Politikern nicht..."

Bild rechts: Model Nell Jones
(by Marc Jones).


Aus dem Interesse an mir als Model
wurde Interesse an mir als Mensch,
es folgte ein wochenlanger intensiv-
ster Mailverkehr, in dem wir uns ge-
genseitig bis ins kleinste Detail aus-
gelotet haben, mit dem Ergebnis, 
wirklich für einander gemacht zu 
sein. So ist uns die „rosarote Brillen-
zeit“ erspart geblieben und wir sind
keine faulen Kompromisse eingegan-
gen, was sich auch auf die gemeinsa-
me Arbeit auswirkt. 

Die Grundideen kommen meist von 
Marc, er hat hier die größere Erfahr-
ung und beschäftigt sich schon lange 
damit, mit Fotos Geschichten zu er-
zählen. Durch ihn hat sich mir diese 
Möglichkeit erst eröffnet. Ich ergänze
diese Grundidee dann mit meiner 
Kreativität und vor allem mit der 
weiblichen Sicht der Dinge und so 
entsteht nach und nach das  Endpro-
dukt. Wir lieben diese Schöpfungs-
phasen und das gemeinsame Ent-
wickeln neuer Geschichten.

Dan Davis: Welche Aufnahmen liegen Dir am meisten?

Nell Jones: Alle, bei denen ich in eine Rolle schlüpfen, Emotionen ausdrücken und Geschichten erzählen kann.
So kann ich vom Vamp über die Diva bis hin zum Clown alles sein und verkörpern. Ich bin in dem Moment vor
der Kamera dann diese Person.

Ein befreundeter Fotograf hat über unsere Serie „C´est la vie“ mal gesagt „Du bist auf diesen Bildern französi-
scher als Baguette und Eiffelturm zusammen“, ein größeres Kompliment konnte man mir kaum machen.

Nell Jones im Interview mit Dan Davis:
"Ich stehe seit Anfang 2008 vor der Kamera 
... Da ich früher in der Schule wohl das war,
was man gemeinhin als „das hässliche Entlein“ 
bezeichnet, wollte ich zeigen, dass sich die 
Zeiten geändert haben ... Seit Mitte 2009 mache
ich nichts anderes mehr. Ich habe alle Zelte (Job, 
Wohnung, Freunde, Familie) abgebrochen und 
was soll ich sagen, es war die Beste 
Entscheidung, die ich treffen konnte."

Natürlich schau ich, wenn es der Job verlangt, auch einfach für ein Beautypic in die Kamera, aber Bilder und
Serien mit Tiefe, Geschichte und Ausdruck sind meine Passion.

Dan Davis: Du arbeitest zeitweise auch als Darstellerin im Film. Zeigst Du auf Deinen Fotos 
überwiegend auf schauspielerische Weise Seiten, die nur eine Rolle sind oder versuchst Du auf 
diese Weise auch Seiten von Dir ausleben, die mehr über Dich aussagen, als man auf den ersten 
Blick glauben könnte?

Links: Nell Jones, Foto aus der 
"Spooky-Bildserie" (by Marc Jones).




Nell Jones: Dann hätte ich wohl eine 
ziemlich vielfältige, verwirrende und 
fast schon unüberschaubare Persön-
lichkeit. Nein, ich schlüpfe wie zuvor 
schon gesagt, in die jeweilige Rolle 
und bin dann für die Zeit des Shoo-
tings diese Person. Ein weißes Blatt 
Papier, das man formen und besch-
reiben kann. Wie ein Schauspieler be-
reite ich mich intensiv auf diese Rolle 
vor, mache mir Gedanken, wie diese
Person fühlt und wie sie sich verhält. 
Dinge wie Akkordeon oder Saxophon
spielen kann ich nicht, also schaue ich 
mir vorher an, wie man diese Instru-
mente hält und wie sich die Musiker 
bewegen.

Dan Davis: Deine Assoziationen 
zum Bild „Spooky“?


Nell Jones: „Spooky“ war Marc und mein zweites gemeinsames Shooting und eines der wenigen, bei denen das 
eigentliche Ziel im Nachhinein etwas verändert worden ist. Der Ursprungsgedanke war, mich einmal hart und 
androgyn dazustellen, da ich zuvor eher freundliche Bilder auf meiner Sedcard hatte. Als wir dann die Rohda-
teien auf dem Rechner sahen, fanden wir die durch Mimik, Licht und Location erzeugte unheimliche Stimmung 
so überzeugend, dass wir sie durch Style und Bearbeitung nochmal unterstrichen haben und so unser vampir- 
und geisterhaftes „Spooky“ entstanden ist.

Nell Jones im Interview mit Dan Davis:
"Ich kann zum Beispiel Menschen, die Religion 
ablehnen, sich mit der Materie aber noch nie 
beschäftigt haben und so gut wie nichts darüber 
wissen, nicht verstehen. Ich kann mir Wissen 
über Religion aneignen und mich dafür 
interessieren, ohne an einen alten Mann mit 
weißem Bart auf einer Wolke zu glauben..."

Dan Davis: Hast Du selbst schon einmal etwas erlebt, was man als „Spooky“ bezeichnen könnte? 
Eine Erfahrung, die einige als „übernatürlich“ bezeichnen würden?

Bild rechts: Fotomodel Nell Jones (by
Marc Jones).



Nell Jones: Nein, ich hatte noch keine 
übernatürlichen Erlebnisse und glaube 
auch nicht an Geister oder ähnliches. 
Allerdings habe ich mich mit solchen 
Dingen schon beschäftigt, weil es mich 
interessiert und weil ich mir eine Mei-
nung bilden möchte, um dann zu ent-
scheiden, ob ich es ablehne oder nicht.
Ich kann zum Beispiel Menschen, die 
Religion ablehnen, sich mit der Ma-
terie aber noch nie beschäftigt haben 
und so gut wie nichts darüber wissen,
nicht verstehen. Ich kann mir Wissen 
über Religion aneignen und mich dafür 
interessieren, ohne an einen alten Mann
mit weißem Bart auf einer Wolke zu 
glauben.

Ich kann eine Kirche als kulturhistori-
sches Gebäude von hohem architektoni-
schem Interesse betrachten, ohne es als 
Gotteshaus“ zu sehen.

Dan Davis: Du hast mir erzählt, 
dass Ihr oftmals versucht, bei einer 
Idee nicht den ersten Gedanken, son-
dern den 2. oder 3. Gedanken umzu-
setzen. Wie kamt ihr auf die Idee 
nicht nur Fotos zu machen, sondern 
mit diesen Fotos auch durch Bildfol-
gen ganze Geschichten zu erzählen?

Nell Jones: Der Erste Gedanke ist meist 
schnell zur Hand und dadurch recht flach. 
Wie kann aber ein Bild Tiefe haben, das auf 
einem flachen Gedanken basiert? Wir wol-
len unseren Bildern Tiefe geben und Bilder
/ Serien schaffen, die in Erinnerung bleiben; 
die man sich länger als 5 Sekunden ansch-
aut. Und das schafft man nicht mit dem er-
sten Gedanken, den jeder hat. Für die Krea-
tivität und diese Flut an Gedanken reicht 
 meist ein einzelnes Bild nicht aus. 

Die Photographie ist für uns das optimale 
Medium, dies festzuhalten und greifbar 
zu machen.

Dan Davis: Bei einigen Deiner Fotos wird auch gezielt aus Komposition der Bilder mit  einer Text-
sequenz eine Stimmung für den Betrachter eingefangen, die man viel leicht nur durch das Bild al-
leine nicht assoziiert hätte, wie bei "...und als derMond sich in ihrem Milchkaffee spiegelte wurde
es ihr klar. Er kommt heute nicht mehr... er kommt nie mehr... Adieu". Da scheint deutlich die künst-
lerische Seite durch. Malst Du auch Bilder?

Nell Jones im Interview mit Dan Davis:
"Die künstlerische Seite ist mir bzw. uns sehr 
wichtig, wobei die Kunst der schöpferische 
Gedanke ist. Der anschließende Prozess des 
Fotografierens und Modelns ist reines 
Handwerk."

Nell Jones: Die künstlerische Seite ist mir bzw. uns sehr wichtig, wobei die Kunst der schöpferische Gedanke ist. 
Der anschließende Prozess des Fotografierens und Modelns ist reines Handwerk. Ich male nicht, da ich mich auf 
eine Sache konzentrieren möchte. Meine kreative und künstlerische Energie fließt in die Fotos und mein Modeln 
ein. Allerdings gibt es noch einen kreativen Bereich in meinem Leben, der aber eng mit dem Fotos verbunden 
bzw. daraus entstanden ist. Ich habe angefangen ein Buch über unsere Serie „Theo & Tess“ zu schreiben um 
damit die Geschichte der beiden fortzusetzen. Wir haben einfach gemerkt, dass in diesen beiden Figuren un-
glaubliches Potential steckt, viele Sachen aber fototechnisch nicht umsetzbar sind. Also schreibe ich die Gedan-
ken und Geschichte jetzt nieder, um sie für uns und für die Nachwelt festzuhalten. Es ist zu schade sie in irgend-
einer Gehirnwindung verstauben zu lassen.

Bild links: Fotomodel Nell Jones (by 
Marc Jones).



Dan Davis: Wird bestimmt interessant. 
Eine Frage zum aktuellen Weltgeschehen: 
Volkszählung, Big Brother im Fernsehen, 
Facebook, Überwachungskameras an jeder 
Ecke in den Großstädten, neue Personal-
ausweise, Handy-Ortung und Satelliten-
überwachung, ELENA usw. - Und was ist 
mit dem Missbrauch dieser Macht? 
Traust Du unseren Politikern? Sollte es
eine Instanz geben, die die „Überwacher“
überwacht?

Nell Jones: Politiker sind nicht dazu da,
um ihnen zu trauen! Schon Machiavelli hat
gesagt, dass es die Aufgabe eines Politikers
ist, seine Macht zu erhalten und dazu sei 
jedes Mittel recht. Die Politiker erzählen 
uns das, was wir hören wollen um wieder 
gewählt zu werden, das ist ihr Job! 

Ehrlichkeit ist in dieser Branche, wie in so 
vielen anderen, kein Erfolgsmodel. 

Und wie überall anders auch fragt sich der 
Belogene, ob er belogen wird.  

Keiner will hören, dass die Steuern ange-
hoben werden müssen. Würde ein Politiker 
hier ehrliche Aussagen treffen, denen man 
trauen kann, würde er zum Dank nicht 
wieder gewählt. 

Aber das kennt man ja auch im Kleinen. Ist der Freund ehrlich und sagt einem, das man in der neuen Hose 
einen fürchterlich dicken Hintern hat (eine Aussage, die wahr wäre und der man trauen kann), bekommt er als 
Dankeschön zwei Wochen eisige Blicke und Sexentzug. Lügt er und sagt wie toll man aussieht, ist erst mal alles 
prima... Bis die beste Freundin kommt und den wahren Sachverhalt aufklärt… Aber ich schweife ab...  

Nein, ich vertraue Politikern nicht, weil sie dazu gar nicht da sind. Was die überwachende Instanz betrifft frage
ich mich wo sowas enden sollte? Kann man denn dann den Überwachern der Überwacher trauen? Oder braucht 
man dann Überwacher der Überwacher der Überwacher? 

Nell Jones im Interview mit Dan Davis:
"Ein befreundeter Fotograf hat über unsere 
Serie „C´est la vie“ mal gesagt „Du bist auf diesen 
Bildern französischer als Baguette und Eiffelturm 
zusammen“, ein größeres Kompliment konnte 
man mir kaum machen."

Dan Davis: Du meinst - wer überwacht die Überwacher der Überwacher der Überwacher? Morpheus? 
Oh, wie interessant. Deine Worte erinnern mich an die Endsequenz aus dem Film „Der Staatsfeind 
Nr. 1“. Aber selbst dort hat ein Machtmissbrauch stattgefunden, wie wir ihn in der Realität immer 
wieder auch in Nah und Fern erlebt haben. Wahrscheinlich ist in einen solchen Fall tatsächlich Revo-
lution der einzige Weg, wenn der Fisch am Kopf anfängt zu stinken, um ein echtes kriminelles Staats-
gefüge zu beseitigen. Zurück zu Deiner Arbeit: Dein lustigstes Shooting / Dein nervigstes? Falls Du
hier etwas hervorheben möchest.

Bild rechts: Fotomodel Nell Jones (by
Marc Jones).



Nell Jones: Unsere Shootings sind nicht 
lustig. Zumindest nicht auf die Art und 
Weise wie der Großteil der Menschen 
lustig definieren würde.

Bei Shootings arbeiten wir konzen-
triert und ergebnisorientiert. Natürlich
wird auch schon mal gelacht, aber wir 
sind in der Lage uns auch sofort wieder
aufs Wesentliche zu konzentrieren. Wir
haben Spass an den Ergebnissen und 
an der Planung. Zum Beispiel bei den 
Teambesprechungen zu Theo & Tess. 
Ich glaube, das waren bisher die lustig-
sten. 

Wir haben wirklich Tränen gelacht, als
wir uns die aberwitzigsten Situation und 
Geschichten für diese beiden Figuren aus-
gedacht haben. 

Ein wirklich nerviges Shooting gab es 
bisher auch nicht. Weder bei unseren, 
noch bei Arbeiten mit anderen Fotogra-
fen oder Jobs.

Dan Davis: Was für ein Shooting
würdest Du gerne noch in nächst-
er Zeit machen?

Nell Jones: Das kann ich nicht auf ein 
Shooting festlegen.

Wir haben so viele Ideen im Kopf, die wir in den nächsten Monaten umsetzen wollen. Dazu gehört zum 
Beispiel ein Shooting in einer Schmide, wo wir sehr lange nach einer geeigneten Location gesucht haben oder 
die Fertigstellung einer mehrteiligen Fotostory über Clowns. Wir beschäftigen uns erst mit einem Shooting, 
wenn wir die passenden Möglichkeiten dazu haben. Solange wir kein asiatisches Model zur Verfügung haben, 
denken wir nicht über ein Geisha Shooting nach. Solange ich kein Zirkuszelt habe, brauche ich mir keine Posen
fürs Trapez zu überlegen. Allerdings sind solche Ideen im Hinterkopf … und zwar nur dort. Wir schreiben
unsere Ideen nicht auf. Wenn ich sie wieder vergesse, kann sie nicht gut gewesen sein. Und wenn sie gut war, 
wird sie mir wieder einfallen, wenn mir jemand erzählt, dass er Kontakt zu einem Zirkus hat und wir können
die Planung in Angriff nehmen.

Nell Jones im Interview mit Dan Davis:
"Wir wollen unseren Bildern Tiefe geben und 
Bilder / Serien schaffen, die in Erinnerung 
bleiben; die man sich länger als 5 Sekunden 
anschaut ... Für die Kreativität und diese Flut 
an Gedanken reicht meist ein einzelnes Bild 
nicht aus. Die Photographie ist für uns das
optimale Medium, dies festzuhalten und 
greifbar zu machen."

Dan Davis: Dann vergesse ich mal nicht, Dich nach Deinen weiteren Plänen zu fragen?

Nell Jones: Weiterhin so arbeiten wie jetzt und noch viele großartige Shootings über die Bühne bringen. 
Außerdem möchte ich mein Buch zu Ende schreiben und dieses in Druck geben. Ich habe sogar schon 
Ideen für einen zweiten Teil im Kopf, es gibt also viel zu tun.

Dan Davis: Interessant. Danke für Deine Antworten und viel Erfolg für das Buch.

(Copyright by COVER UP! Newsmagazine, 25.05.2011)
(Copyright Bilder: by Marc Jones)

g +++ DAN DAVIS +++ KOSTENLOS +++ Unabhängig +++ DAN DAVIS +++ KOSTENLOS +++ DAN DAVIS +++
++ Besuche die REVOLUTION! +++ HIER KLICKEN! +++ Dan Davis +++ REVOLUTION, BABY! +++ Dan Davis ++