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Dan Davis - Interview mit WALTER-JÖRG LANGBEIN
Der Buchautor über Prä-astronautik, Lilith, UFOs, "Big 
Brother", Al Quaida, Gedankenkontrolle, Götter & Engel

Walter-Jörg Langbein gehört mit zu den bekanntesten 
deutschen Sachbuchautoren über Prä-astronautik und 
Grenzwissenschaften. Inzwischen sind über 30 Sach-
bücher von ihm erschienen und einige davon wurden
in mehrere Sprachen übersetzt. Der Bestsellerautor 
studierte evangelische Theologie und wurde mit dem 
Preis für Exopsychologie der Dr.-Andreas-Hedri-Stif-
tung an der Universität Bern ausgezeichnet. Dan Davis 
befragte ihn zu Themen, die gerne von den Massenme-
dien ins Lächerliche gezogen werden - aber auch zu sei-
ner persönlichen Sicht auf diese "Mainstream"-Medien. 
Dabei ging er unter anderem auf Ungereimtheiten in 
der Bibel näher ein, die Göttin Lilith, welche laut Wal-
ter-Jörg Langbein eine positive Gottheit darstellt, zu 
Unrecht dämonisiert. Weitere Themen sind UFOs, die 
Vergangenheit des Sachbuchautors, Ebooks als Alter-
native zu dem gedruckten Wort, Gedankenkontrolle,
Götter & Engel, Al Quaida und den "Großen Bruder". 
Langbein ist Bibelübersetzer und hat hat auf seiner Homepage die Genesis neu übersetzt. Bücher wie 
"Lexikon der biblischen Irrtümer", "Geheime Gesell-
schaften, Regeln, Riten und Bräuche", "Das große Buch 
der Esoterik" oder auch "Bevor die Sintflut kam" kön-
nen als Standardwerke der themenbezogenen Litera-
tur bezeichnet werden.

Sein zum Zeitpunkt des Interviews aktuelles Buch in 
Printform ist das Werk "Das verlorene Symbol und die 
Heiligen Frauen", gefolgt von einem Buch, welches der-
zeit nur als Ebook erhältlich ist.

Dies hört auf den Titel "Das Inferno und die Heiligen Frauen". Beide Bücher ergeben mit dem Buch "Das Sakrileg 
und die Heiligen Frauen" eine Trilogie, die sich nicht ganz zufällig an die Roman-Welterfolge von Dan Brown an-
lehnen, wie Walter-Jörg Langbein im Interview mit Dan Davis zu verstehen gibt. Darin schlüsselt der Autor die 
"wahren" Geheimnisse hinter den Erfolgsromanen auf und führt den Leser auf eine spannende Reise, die man sich 
nicht entgehen lassen sollte. Dies und vieles mehr jetzt hier im COVER UP! Newsmagazine.

Walter-Jörg Langbein im Interview:
"Nach und nach kam ich zur Überzeugung, dass
die Bibel voller Fehler ist... Zu diesem Thema habe ich zwei umfangreiche Lexika geschrieben, »Das 
Lexikon der biblischen Irrtümer« und »Das Lexi-
kon der Irrtümer des Alten Testaments«..."

Dan Davis: Hallo Walter. Du hast rund 30
Sachbücher geschrieben und befasst Dich
darin mit Themen, die im Allgemeinen gerne
unter den Tisch gekehrt oder von vielen ins
Lächerliche gezogen werden. Ursprünglich
hast Du ja mal Theologie studiert. Wann
kamst Du auf die Idee Bücher zu schreiben
und warum? Gab es einen Auslöser?

Walter-Jörg Langbein: Dan, durch Karl May kam
ich zum Lesen. Lesen hatte für mich von Anfang
an etwas Magisches an sich. Karl May ließ mich
in Gedanken in ferne Länder reisen. Die Karl-May-
Filme verzauberten mich. Oft faszinierten mich
scheinbare Nebensächlichkeiten. Was waren das
für mysteriöse Ruinen in dem Film »Das Vermä-
chtnis des Inka«? Von meinem Vater erbte ich die
Reiselust. Das verstärkte meine Sehnsucht, die
Welt zu bereisen und über meine Reisen zu
schreiben.

Mit 14 las ich das erste Buch von Erich von
Däniken... »Erinnerungen an die Zukunft«. Das
war, wie mir klar wurde, »mein« Thema... Ich
machte mich an ein Manuskript, klinkte mich aus
der Schule immer mehr aus... Die 11. musste ich
wiederholen. Ich wechselte die Schule, werkelte
immer an meinem Manuskript. Ich schrieb es
immer wieder um, ergänzte es... Es sollte elf
Jahre dauern (von 1968 an...), bis mein Manus-
kript als Buch erscheinen konnte.

Lange Zeit erschien mir mein Traum, wirklich Schriftsteller zu werden und die großen Rätsel unserer Welt zu 
erkunden, unerfüllbar. Wenn ich schon kein Schriftsteller werden konnte, so dachte ich, muss ich etwas studieren, 
was mich wirklich interessiert. Ich entschied mich für Theologie. Ich wollte ergründen, ob – zum Beispiel – der 
Prophet Hesekiel wirklich Begegnungen mit Außerirdischen und deren Flugvehikel hatte. Immerhin konnte ich 
im Rahmen des Studiums die Sprache des Alten Testaments erlernen. Meine biblischen Studien überzeugten mich, 
dass es biblische »Beweise« für Besucher Außerirdischer vor Jahrtausenden gab.

Ich wurde dann tatsächlich Schriftsteller, reiste sehr viel. Mehrfach war ich in den Ruinen von Machu Picchu, in 
den imposanten Ruinen, die mich im Film »Das Vermächtnis des Inka« so beeindruckt hatten. Mit wachsender 
Begeisterung reiste ich... von Ägypten bis Vanuatu. In der Südsee entdeckte ich da und dort kleine paradiesische 
Fleckchen, die wirklich noch unverfälschte Südseeromantik bieten – fernab des schnellen Massentourismus unse-
rer modernen Zeit. Doch auch jene Inselchen werden bestimmt schon bald den zweifelhaften »Segen« des »zivili-
sierten Lebens«  annehmen.

Kurz gefasst: Karl May ließ mich vom Reisen träumen. Erich von Däniken faszinierte mich mit seinen spannenden
Ideen. Ich studierte Theologie, vergrub mich in der hebräischen Bibel, hielt Vorträge. Und als sich 1979 die Chance,
ein Buch zu veröffentlichen, ergab, griff ich zu und stürzte mich ins Abenteuer, wurde Schriftsteller.

Walter-Jörg Langbein im Interview:
"...Beispiel: Um Jesus als göttlich erscheinen zu 
lassen, gestalteten sie Teile seiner »Biografie« 
nach angeblichen Prophezeiungen aus dem Alten 
Testament, die aber in Wirklichkeit mit Jesus 
nichts zu tun haben."

Dan Davis: Du zweifelst somit ebenfalls die Richtigkeit einer Vielzahl von überlieferten offiziellen Aus-
legungen der Bibel an. Kannst Du hierzu ein paar Beispiele nennen, die Dir besonders wichtig erschei-
nen?

Walter-Jörg Langbein: Dan, es gibt in der Bibel
eine Fülle von Widersprüchen, offensichtlichen
Fehlern und falschen Angaben. So ist die im Alten
Testament so imposante Flucht von Millionen von
Israeliten aus Ägypten einfach unhistorisch.

Nach und nach kam ich zur Überzeugung, dass die
Bibel voller Fehler ist... Zu diesem Thema habe ich
zwei umfangreiche Lexika geschrieben, »Das Lexi-
kon der biblischen Irrtümer« und »Das Lexikon der
Irrtümer des Alten Testaments«.

Die Verfasser der Evangelien des Neuen Testa-
ments waren von der Richtigkeit ihres Glaubens
überzeugt. Sie schufen oft keine historischen Be-
richte von realen Geschehnissen, sie bekundeten
einfach ihren Glauben. Sie fabrizierten »Belege«
für ihren Glauben. 

Beispiel: Um Jesus als göttlich erscheinen zu lassen, 
gestalteten sie Teile seiner »Biografie« nach angebli-
chen Prophezeiungen aus dem Alten Testament, die 
aber in Wirklichkeit mit Jesus nichts zu tun haben.

Im Rahmen meiner theologischen Forschungen
aber kam ich zu einer für mich sehr viel wichtigeren
Erkenntnis! Es gab einst einen »Urkult« der Mutter-
göttin, des Matriarchats. Dieser uralte Glaube an die
Muttergöttin ist – mit deutlichen Hinweisen auf die
Heilige Göttin – bis ins Neue Testament erhalten
geblieben.

Die Urgöttin ist auch im Christentum nicht vergessen. Der »Heilige Geist« ist die uralte Göttin im christlichen 
Gewand. Der »Heilige Geist« war noch im Hebräischen weiblich. Übrigens: In einer kleinen Kirche am Chiemsee, 
in Urschalling, sind Gottvater, Gott-Sohn und »Heilige Geistin« in trauter Dreisamkeit verewigt worden. Der 
»Heilige Geist« ist eindeutig weiblich dargestellt.

Walter-Jörg Langbein im Interview:
"Lange Zeit erschien mir mein Traum, wirklich 
Schriftsteller zu werden und die großen Rätsel
unserer Welt zu erkunden, unerfüllbar. Wenn 
ich schon kein Schriftsteller werden konnte, so 
dachte ich, muss ich etwas studieren, was mich
wirklich interessiert. Ich entschied mich für 
Theologie. Ich wollte ergründen, ob – zum Bei-
spiel – der Prophet Hesekiel wirklich Begeg-
nungen mit Außerirdischen und deren 
Flugvehikel hatte."

Dan Davis: Du vertrittst ja auch die Meinung, dass bereits vor vielen tausend Jahren Außerirdische auf
die Erde kamen und diese womöglich als »Götter« und Engel fehlinterpretiert wurden. Glaubst Du die-
se Götter leben heute noch teilweise unter uns? Sind Deiner Meinung nach einige der UFO-Berichte aus
der Gegenwart (u. a. von Astronauten, Militärs und Piloten) auf einen solchen außerirdischen Hinter-
grund zurückzuführen oder ist das eher unwahrscheinlich?

Walter-Jörg Langbein: Dan, vor vielen Jahrtausenden, Jahrzehntausenden, ja Jahrhunderttausenden, beobachte
ten Menschen Naturgewalten wie Blitz und Donner in Angst und Ehrfurcht. Diese Mächte konnten nur göttlichen
Ursprungs sein. Als irgendwann Außerirdische mit Krach und Getöse vom Himmel kamen, mussten das jene
Götter der Urgewalten sein, von denen in alten Überlieferungen die Rede war. Der vermeintliche »Donnergott«
ließ schrecklichen Lärm entstehen, der »Blitzgott« wirkte am Himmel...  Als außerirdische Flugvehikel vom
Himmel kamen, wurden sie mit Göttern wie dem »Donnergott« in Verbindung gebracht. Mit dem »Blitzgott«
verwechselt.

Bild rechts: Bestsellerautor Walter-Jörg Langbein
(by W.-J. Langbein).


Ich bin davon überzeugt: Am Anfang wurden Natur-
gewalten als Götter missverstanden, als dann Außer-
irdische zur Erde kamen, verwechselte man sie mit
den mythischen Göttern.

Ich weiß nicht, ob die »UFOs« unserer Tage Vehikel
der »Götter« sind, halte das aber für möglich. Denk-
bar ist es, dass die außerirdischen Besucher mitten
unter uns leben, ohne dass wir sie erkennen. Ich hal-
te das für möglich, aber das alles ist Spekulation. Es
gibt keine eindeutigen Beweise.

Wenn sich Vertreter einer weit fortgeschrittenen Zivi-
lisationen auf unserem Planeten verstecken möchten,
dann gelingt ihnen das. Wenn sie wollen, können sie
unter uns leben, ohne das wir das auch nur ahnen.

Dan Davis: Hast Du selbst schon einmal ein UFO
gesehen?

Walter-Jörg Langbein: Nein. Hast Du schon einmal
ein UFO gesehen, Dan?

Dan Davis: Ja, unter anderem im Jahr 1999 und 2003. Wobei ich hierbei nicht soweit gehe diese zwangs-
läufig als „außerirdische Objekte“ zu bezeichnen. Es jedoch auch nicht wirklich ausschließen kann. An-
geblich soll ja in der Vergangenheit der abgetrennte Kopf von Johannes dem Täufer über der Festung 
Machareus geschwebt sein. Das alleine klingt ja auch schon wie eine außerirdische Inszenierung für die
damals anwesenden. So soll hier auch der Ursprung der Baphomet-Legenden liegen, so vermuten zumin-
dest einige Forscher. Welche Informationen hast Du hierzu?

Walter-Jörg Langbein: Dan, denken wir zurück: Ende des 19. Jahrhunderts rumpelten die ersten Automobile 
durch die Gegend, das waren simple Kutschen, aber mit Motor. Ein Jahrhundert später war der Mensch auf dem 
Monund ein Mondauto erkundete den Erdtrabanten. Das ist eine gewaltige Entwicklung in nur einem Jahrhun-
dert. Wir können uns nicht wirklich vorstellen, welche Fortschritte eine Zivilisation in 1 000 oder gar 10 000 Jahren 
macht.

Walter-Jörg Langbein im Interview:
"Dan, denken wir zurück: Ende des 19. Jahr-
hunderts rumpelten die ersten Automobile 
durch die Gegend, das waren simple Kutschen, 
aber mit Motor. Ein Jahrhundert später war der 
Mensch auf dem Mond ... Wenn wir unseren 
Planeten nicht verwüsten, uns nicht gegenseitig 
umbringen, dann werden wir in 10 000 Jahren
als ganz normalen Alltag hinnehmen, was aus 
heutiger Sicht nur mit Magie zu umschreiben
wäre ... Ich halte es für möglich, dass kosmische 
Besucher nach Belieben erscheinen..."

Wenn wir unseren Planeten nicht verwüsten, uns nicht gegenseitig umbringen, dann werden wir in 10 000 Jahren 
als ganz normalen Alltag hinnehmen, was aus heutiger Sicht nur mit Magie zu umschreiben wäre.

Was will ich damit sagen? Eine Zivilisation, die uns – sagen wir – 10 000 Jahre voraus ist, wie mag sie uns begeg-
nen? Vielleicht wird man uns erforschen, testen, mit uns experimentieren wollen? Ich halte es für möglich, dass
kosmische Besucher nach Belieben erscheinen, ihr Aussehen frei nach Gutdünken gestalten können.

Ich halte es für möglich, dass die kosmischen Be-
sucher religiöse Bilder und Vorstellungen nutzen,
um uns zu begegnen. Ich neige nach und nach im-
mer mehr zur Mimikry-These meines geschätzten
Kollegen und Freundes Dr. Johannes Fiebag. Die
Besucher gaukeln uns Bilder vor, hinter denen sie
sich verbergen. Am ehesten können viele Menschen
religiöse Wunder akzeptieren, als Masken der kos-
mischen Besucher...

Die »kosmischen Besucher« müssen sich nicht
unbedingt »verkleiden«. Aber wie sehen, wie erken-
nen wir sie? Wir Menschen nehmen sie im Rahmen
unseres Verständnisses von Wirklichkeit war. Wir
haben Bilder, etwa religiöser Art, im Kopf. Solche
Bilder vermeinen wir zu erkennen, wenn wir Unbe-
greifliches sehen.

Dan Davis: Könntest Du Dir vorstellen, dass es
sich bei einigen der „Außerirdischen“ um Zeit-
reisende handelt, so wie es zum Beispiel Illo-
brand von Ludwiger und andere favorisieren?
Womöglich unsere eigenen Nachfahren?

Walter-Jörg Langbein: Dan, das halte ich für denk-
bar und möglich, aber nicht für wahrscheinlich. Mir
ist keine einzige Überlieferung bekannt, die von der
Begegnung mit einem Zeitreisenden berichtet, der
von sich sagt, dass er aus der Zukunft kommt.

Dan Davis: Es gibt aber Schilderungen, die auch
Erich von Däniken teilweise aufführt in seinen Büchern, die ohne das Reisen in der Zeit nicht
erklärbar scheinen. Zumal auch niemand in der 
Bibel sagt er wäre ein Außerirdischer vom Plane-
ten "XYZ"...   

Was ärgert Dich am meisten an der Vorgehensweise von Massenmedien bezüglich der Themen Prä-astro-
nautik und UFOs?

Walter-Jörg Langbein: Die Boshaftigkeit und die Verlogenheit, Dan. Je älter ich werde, desto kritischer stehe ich 
den Massenmedien gegenüber. Ich fürchte, dass sie häufig als Mittel der Desinformation eingesetzt werden. Wir 
sollen eingelullt werden. Wir sollen keine unbequemen Fragen stellen.

Walter-Jörg Langbein im Interview:
"Ich halte es für möglich, dass die kosmischen 
Besucher religiöse Bilder und Vorstellungen 
nutzen, um uns zu begegnen. Ich neige nach und 
nach immer mehr zur Mimikry-These meines 
geschätzten Kollegen und Freundes Dr. Johannes 
Fiebag. Die Besucher gaukeln uns Bilder vor, hin-
ter denen sie sich verbergen. Am ehesten können 
viele Menschen religiöse Wunder akzeptieren, als 
Masken der kosmischen Besucher..."

Wer kritisch denkt, wird gern zum Spinner erklärt. Unbequeme Gedanken werden unterdrückt, zumindest 
lächerlich gemacht. Grenzwissenschaftlern werden, pardon, idiotische Gedanken und Thesen unterstellt, die dann 
genüsslich »widerlegt« werden.

Ich schätze die Prä-astronautik sehr, weil sie uns die Möglichkeit einräumt, unsere Wirklichkeit aus ganz anderem
Blickwinkel zu betrachten.

Dan Davis: Du hast im Jahr 2000 sogar den Preis für Exopsychologie der Dr.-Andreas-Hedri-Stiftung an der
Universität Bern erhalten. Wie kam es dazu?

Walter-Jörg Langbein: Dr. Theo Locher vom Stif-
tungsrat war auf meine grenzwissenschaftlichen
Veröffentlichungen aufmerksam geworden. Er
schätzte meine Herangehensweise an die großen
Rätsel unseres Planeten, meine undogmatische
Umgehensweise mit diesen Phänomen. Er lud
mich nach Bern ein und verlieh mir diesen ehren-
den Preis als Anerkennung für meine Jahrzehnte
der Recherche.

Dan Davis: Du schreibst dass Lilith dämoni-
siert wurde aber ursprünglich eine positive 
Kraft war. Ich habe hierüber auch vor einigen 
Jahren ein Buch geschrieben. Kannst Du hier-
zu Deine persönlichen Gedanken etwas näher
ausführen?

Walter-Jörg Langbein: Dan, das mache ich sehr
gern. Zu diesem Thema habe ich mehrere Bücher
geschrieben, die erfreulich erfolgreich waren, zum
Beispiel »Das Sakrileg und die Heiligen Frauen«.
Die Thematik ist wirklich sehr komplex, so dass
ich in wenigen Sätzen nur einen groben Überblick geben kann. Ich glaube, dass die älteste Form der 
Religion im Zentrum die Göttin hatte – in einer 
matriarchal geprägten Gesellschaft. Die Göttin 
wurde verdrängt, zurückgedrängt so »gut« das 
ging.

Nun war aber die »Göttin« viel zu fest verwur-
zelt im Bewusstsein der Menschen, man konnte 
sie nicht einfach auslöschen. Also wurde sie dä-
monisiert, verteufelt. Lilith wurde zur Dämonin 
deNacht, weitestgehend aus der Bibel verdrängt. 
Mit ein wenig detektivischem Spürsinn findet 
man aber die Göttin nach wie vor im Alten wie
im Neuen Testament.

Wenn wir die Entwicklung des Katholizismus beobachten, wenn wir dabei unvoreingemommen sind, erkennen 
wir, dass die »Göttin« im christlichen Gewand zurückkehrt. Sie wurde als »Himmelskönigin« wieder in den Him-
mel gehoben, ist von den Göttinnen etwa Ägyptens kaum noch zu unterscheiden.

Dan Davis: Dein aktuelles Buch, Ebooks nicht eingeschlossen, in dem Du auch über Lilith schreibst trägt
den Titel „ Das verlorene Symbol und die Heiligen Frauen“. Kannst Du etwas mehr zu dem Buch berich-
ten und warum dieser Titel?

Walter-Jörg Langbein: Dan, als freiberuflicher Schriftsteller bekomme ich immer wieder Angebote von Verlagen, 
zu bestimmten Themen Bücher zu schreiben. Als Dan Browns »Sakrileg« angekündigt wurde, fragte mich mein 
Agent, ob ich zu diesem Themenkomplex nicht ein Buch schreiben wolle. Ich wollte. So kam es zu meinem Buch 
»Das Sakrileg und die Heiligen Frauen«.

Walter-Jörg Langbein im Interview über
die Dämonisierung von Lilith:
"Lilith wurde zur Dämonin der Nacht, weitest-
gehend aus der Bibel verdrängt. Mit ein wenig
detektivischem Spürsinn findet man aber die 
Göttin nach wie vor im Alten wie im Neuen Testament ... Nun war aber die »Göttin« viel zu
fest verwurzelt im Bewusstsein der Menschen, 
man konnte sie nicht einfach auslöschen. Also 
wurde sie dämonisiert, verteufelt."

In diesen drei Büchern geht es um meine Recherchen zu den ältesten Religionen, um die Göttin, die vom Patriar-
chat verdrängt wurde. Wir folgen heute leider nach wie vor dem »göttlichen« Befehl, uns die Erde untertan zu 
machen. Wir haben leider versucht, die Erde und die Natur zu beherrschen.

Ich glaube nicht, dass das geschehen ist, weil es den göttlichen Auftrag gab. Der Mensch wollte sich legitimieren,
für seine Ausbeutung der Erde und hat deshalb die Geschichte vom göttlichen Auftrag erfunden.

Das Ergebnis ist erschütternd. Wir beuten nach wie vor die Erde aus, missachten die Gefahr, dass wir uns selbst
auslöschen. Wir müssen umdenken, uns umbesinnen.

Dan Davis: Dein derzeitiger Lieblingsfilm ist?

Walter-Jörg Langbein: Dan, den einen Lieblingsfilm gibt
es nicht. »Unheimliche Begegnung der dritten Art« von
Steven Spielberg hat eine prominente »Spitzenstellung« inne. Wunderbar aber sind auch die »Alien-Filme« mit der
einzigartigen Sigourney Weaver. »Alien vs. Predator«, Teil 1, schätze ich sehr wegen des prä-astronautischen
Hintergrunds.

Natürlich muss es nicht immer prä-astronautisch sein... Daniel Craig als James Bond ist in »Skyfall« einfach toll...
Zu meinen absoluten Lieblingsfilmen zählt auch »Avia-
tor«, mit di Caprio als Howard Hughes. Peter Falk als
»Columbo«, David Suchet als »Poirot«, Leo McKern als »Rumpole« schätze ich sehr... Das muss genügen, meine Aufzählung würde den Rahmen eines Interviews sprengen...

Dan Davis: Du hast ja auch ein Buch unter anderem
über Al Quaida geschrieben und bezeichnest diese 
Organisation schon im Titel als Geheimgesellschaft. 
Kannst Du das etwas erläutern wie Du auf diese 
Sichtweise kommst?

Walter-Jörg Langbein: Mit diesem Titel bin ich nicht so
sehr zufrieden. Wie kam es zu »Al Quaida und andere 
Geheimgesellschaften«? 

Ich habe viele Jahre als Journalist unzählige Artikel geschrieben, auch über »Geheimgesellschaften« wie die 
Freimaurer. Schließlich bekam ich eine Anfrage, ein Buch über »Geheimgesellschaften« zu schreiben. Aus Aktu-
alitätsgründen bat mich der Verlag, Al Quaida in mein Buch aufzunehmen. Das tat ich, auch wenn mir dabei nicht 
so ganz wohl war.

Schließlich überzeugte mich der Verlag mit dem Argument, ich könne den Begriff der »Geheimgesellschaft« weit 
fassen. Jede Gesellschaft, die im Geheimen agiert, sei eine »Geheimgesellschaft«.

Das konnte ich akzeptieren.

Walter-Jörg Langbein im Interview mit 
Dan Davis über den ständigen Ausbau des 
Überwachungsstaates:
"Ich befürchte, dass wir erst am Anfang 
einer furchteinflößenden Entwicklung stehen. 
Unsere Kommunikation per Telefon, Internet usw. 
usw. wird immer perfekter ausspioniert. Dabei 
wird es nicht bleiben. Ich fürchte, man wird 
unsere Gedanken ausspionieren können. 
Manche Wissenschaftler werden aus morali-
schen Gründen an einer solchen Entwicklung 
nicht mitwirken. Dessen ungeachtet wird um-
gesetzt werden, was möglich ist. Das führt zum 
totalitären Staat. Seine Möglichkeiten und Meth-
oden werden die NSA als harmloses Geplänkel 
erscheinen lassen..."

Dan Davis: Aktuell war ja die NSA-Affäre im Jahr 2013 in aller Munde. Wie siehst Du die Entwicklung 
zur »gläsernen Gesellschaft«? Mit Besorgnis oder bist Du eher ein Befürworter von »Big Brother«?

Walter-Jörg Langbein: Mit sehr großer Besorgnis. Ich befürchte, dass wir erst am Anfang einer furchteinflößenden 
Entwicklung stehen. Unsere Kommunikation per Telefon, Internet usw. usw. wird immer perfekter ausspioniert. 
Dabei wird es nicht bleiben. Ich fürchte, man wird unsere Gedanken ausspionieren können. Manche Wissenschaft-
ler werden aus moralischen Gründen an einer solchen Entwicklung nicht mitwirken. Dessen ungeachtet wird 
umgesetzt werden, was möglich ist. Das führt zum totalitären Staat. Seine Möglichkeiten und Methoden werden 
die NSA als harmloses Geplänkel erscheinen lassen.

»Eurosur« ist ein Anfang, »NSA« ist ein Anfang.
Die Überwachung wird nach und nach perfektio-
niert. Auf die Überwachung von Kommunikation 
folgt die Manipulation von Kommunikation. Auf
die Überwachung von Gedanken folgen Kontrolle 
und Manipulation von Gedanken. Wer die Gedan-
ken der Menschen steuern kann, wird Menschen
manipulieren und steuern können... »like a puppet 
on the strings«.

Es gibt einen – wie ich meine – geradezu prophe-
tischen Film, der die Zukunft andeutet: »A Clock-
work Orange«, von Stanley Kubrick. Die erschre-
ckende Verfilmung des gleichnamigen Zukunfts-
romans von Anthony Burgess zeigt wie manipu-
liert werden wird. Mag sein, dass erst so brachial 
vorgegangen werden wird. Die Manipulation der 
Gedanken wird dann aber – davon bin ich über-
zeugt – sehr viel effektiver und dabei subtiler 
erfolgen, unbemerkt von den Opfern.

Dan Davis: Wäre »1968« die passende Antwort
auf »1984«?

Walter-Jörg Langbein: Ich bin da pessimistisch eingestellt. Es gibt keine Antwort auf »1984«. 
»1984« wird sich durchsetzen. Und das in einem 
Ausmaß, der die ursprünglichen Visionen von 
»1984« als liebliches Idyll erscheinen lassen wird.
Ich bin pessimistisch-realistisch eingestellt. Der Zukunftsstaat wird totalitär sein, totalitär im Sin-
ne totaler Manipulation und Steuerung der Men-
schen. Wann? 

Vielleicht schon früher als wir das für möglich halten. Und wer weiß, wie weit die Manipulierer in geheimen For-
schungslabors schon heute sind. Klar ist, dass die, die keine moralischen Bedenken haben, gewinnen werden. Es 
sei denn... wir denken um, verabschieden uns von der Sucht zu kontrollieren und rücken die Freiheit zurück in 
unsere »Liste« von Idealen an erste Stelle!

Dan Davis: Arbeitest Du bereits an einem neuen Buch?

Walter-Jörg Langbein: Dan, ich habe – 1979 beginnend – Sachbücher geschrieben, die nach altem Brauch in ge-
druckter Form erschienen sind. Für mich, ich bin bibliophil, sprich liebe das gedruckte Buch, war das eBook alles
andere als eine wirklich angenehme Idee.

Walter-Jörg Langbein im Interview mit 
Dan Davis über den ständigen Ausbau des 
Überwachungsstaates:
"Die Überwachung wird nach und nach perfek-
tioniert ... Ich bin pessimistisch-realistisch ein-
gestellt. Der Zukunftsstaat wird totalitär sein, 
totalitär im Sinne totaler Manipulation und 
Steuerung der Menschen. Wann? Vielleicht 
schon früher als wir das für möglich halten ... 
Klar ist, dass die, die keine moralischen Be-
denken haben, gewinnen werden. Es sei denn...
wir denken um, verabschieden uns von der 
Sucht zu kontrollieren  und rücken die Freiheit 
zurück in unsere »Liste« von Idealen an erste 
Stelle!"

Ich akzeptiere aber inzwischen, dass dem eBook die Zukunft gehört. So habe ich umfangreiches Material, das in
Buchform erschienen war, aber nicht mehr erhältlich ist, überarbeitet und aktualisiert.

Es gibt inzwischen rund zwanzig eBooks von mir. Es wird wohl in Zukunft weitere eBooks von mir geben.
Im Blog http://www.ein-buch-lesen.de läuft Sonntag für Sonntag meine Serie »Monstermauern, Mumien und
Mysterien«, mit Berichten über meine Reisen zu den geheimnisvollsten Stätten unseres Planeten.

Ich arbeite an einer ganzen Reihe von Themen, die mich faszinieren. Nachdem ich Jahrzehnte die Welt bereiste, 
von Ägypten bis Vanuatu, habe ich die in alter sakraler Kunst versteckten Geheimnisse für mich entdeckt. Ich 
erkunde uralte Kirchen und sondiere verbotene Botschaften, die sie enthalten.

Es gibt das »Sakrileg« wirklich. Es ist spannender als die Fiktion. Mehr möchte ich über meine aktuellen Pläne 
und Projekte nicht sagen!

Dan Davis: Walter, vielen Dank für Deine ausführlichen Worte!

(Copyright by COVER UP! Newsmagazine, 14.10.2013)
(Copyright Bilder by W.-J. Langbein)

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