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DAN DAVIS
 

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Dan Davis im Interview mit WIDUKIND
Musiker Carsten Klatte (Ex-Project Pitchfork / Wolfsheim 
/ Heppner / Cassandra Complex) über sein neues Projekt,
Freimaurer, O.T.O., Crowley & Kunst

Carsten Klatte war über 10 Jahre 
Gitarrist der Band Project Pitchfork, 
arbeitete mit Größen wie den Ein-
stürzenden Neubauten, Cassandra
Complex und Heppner / Wolfsheim. 
Zusammen mit Yve Darksound hat 
der Musiker jetzt ein neues Projekt 
mit dem Namen WIDUKIND am 
Start, welches sich inhaltlich mit 
Illuminaten, Freimaurern, Crowley
& anderem beschäftigt. 

WIDUKIND ist mehr als nur ein 
Kunstprojekt, das musikalisch irgend-
wo im BereichNeo-Folk einzustufen 
ist. 

Links: Yve Darksound und Carsten Klatte 
von Widukind (C. Klatte).

Denn Carsten Klatte veröffentlichte die Debüt-CD zusammen mit einem Roman, der laut seiner Aussage eine 
Mischung aus "Kill your Friends", eine Prise "Edda", "Illuminati" und "Empört Euch!" ist. Carsten Klatte war über 
10 Jahre Gitarrist der Electro-Band PROJECT PITCHFORK, arbeitete mit CASSANDRA COMPLEX und spielte 
mit diesen das Album "Wet Ware" ein, ebenso wie diverse Alben der Band GIRLS UNDER GLASS, arbeitete mit 
GOETHES ERBEN, WOLFSHEIM, PETER HEPPNER oder auch den EINSTÜRZENDEN NEUBAUTEN. Als 
Carsten Dan Davis das neue WIDUKIND-Projekt zukommen ließ, war klar, dass ein Interview für das COVER 
UP! Newsmagazine praktisch nicht mehr zu verhindern ist. Hier nun das ausführliche Endergebnis über die 
Illuminaten, Freimaurer. Aleister Crowley, den O.T.O., Politik, Kunst, Musik und Widukind.

Carsten Klatte im Interview mit Dan Davis:
"Das „Logenwesen“, egal ob es sich dabei um die 
Freimaurer handelt oder den O.T.O., ist genauso 
korrumpiert, wie der Rest der Kultur. Das„Pro-
blem“ ... wenn man sich nicht „hochpolt“ auf IHR 
Niveau ... sowas kann ...  gefährlich sein ... Die
Pilzbrüder sind eine Metapher dafür. Glaube 
mir, ich habe solche Menschen getroffen und 
kennenlernen müssen, hätte sie sonst auch
nicht in meinem Buch verwurstet."

Rechts: Carsten Klatte von WIDUKIND.





Dan Davis: Hallo Carsten. Kannst Du dem 
Leser kurz umschreiben, um was es Dir bei 
Widukind musikalisch und inhaltlich geht? 
Wer Widukind / sowohl als Band als auch 
hintergründig betrachtet, ist? 

Carsten Klatte: „Widukind“ ist ein Kenning. 
Im Nordischen sind Kennings Umschreibungen,
ich glaube, wir würden da heute „Indianernamen“
zu sagen. Thor wurde ja als der „Donnerer“ um-
schrieben, eine Kennung (Kenningar), um quasi 
gleich zur Sache zu kommen, um wen es sich 
handelt im charakterisierenden Sinne. Widu-
kind bedeutet „Kind des Waldes“. 

Wir haben uns des ursprünglichen Namens im 
Sinne eines nordischen Kennings bedient und ha-
ben wenig Bezug zum alten Sachsenhäuptling, 
welcher sich Karolus Magnus, ich glaube 777, 
entgegenstellte. Er ist ja auch eine dubiose Figur, 
über welche eher spekuliert wird, als dass da noch 
genug Wissen übrig geblieben ist, um sich von ihm 
ein echtes historisches Bild machen zu können.

Im Sinne einer, sagen wir „pseudohistorischen Projektionsfläche“ taucht „Sachsenhäuptling Widukind“, als Teil 
der Sozialen Plastik im Buch „Widukind“ zwar auf, hat aber nichts mit dem Bandnamen zu tun, denn eigentlich 
verbirgt sich im Buch hinter der Figur Widukind eine andere, nämlich der alte nordische Gott Heimdal.

Kind des Waldes zu sein bedeutet für uns, für mich und meine Frau, Yve Darksound, mit welcher ich zusammen
die Band Widukind betreibe, eine Verbindung zum Ursprünglichen zu haben. Es gibt eine alte Geschichte über
den Gott Saturn und seine Frau Diana, in welcher er immer ihre frisch geborenen Kinder fraß, weil er nicht wollte,
dass die Kinder die Zeit seiner Frau stehlen sollten, weil er sie vögeln wollte. Diana schaffte es einige Kinder vor
Saturn (Chronos, die Zeit) zu retten, indem sie sie in den Wäldern versteckte. Jene Kinder der Diana, welche von
nun an der Diana halfen, andere Kinder vor dem Kinderfresser Saturn zu retten, welche in den Wäldern, dem
Reich der „Mutter“ lebten, nannte man im alten Griechenland „Kriais“. Ein „Widukind“ ist so etwas in dieser
Art.

Carsten Klatte im Interview mit Dan Davis:
"Widukind ist ein Kenning. Im Nordischen sind 
Kennings Umschreibungen, ich glaube, wir wür-
den da heute „Indianernamen“ zu sagen. Thor 
wurde ja als der „Donnerer“ umschrieben, eine 
Kennung (Kenningar), um quasi gleich zur Sache
zu kommen, um wen es sich handelt im charak-
terisierenden Sinne. Widukind bedeutet „Kind 
des Waldes“."

Dan Davis: Wann kamst Du auf die Idee Widukind ins Leben zu rufen und warum?

Carsten Klatte: Wer mich kennt, bzw. meinen 
künstlerischen Werdegang mitverfolgt hat, weiß,
dass ich all die Jahre immer englische Texte in
meinen Songs benutzte. Ich tat das, weil ich damit 
eigentlich eine sogenannte kosmopolitane Haltung 
zum Ausdruck bringen wollte.

In meiner Selbsterziehung zum Kulturmenschen, 
also dem künstlerischen Schaffen, machte ich jedoch 
die Erfahrung, dass künstlerische Expansion, also 
auch geistiges Wachstum von der, dem Künstler 
umgebenden Kultur-“Situation“ um ihn herum ge-
bremst oder gehemmt werden kann, sprich ich er-
kannte eine Art Disfunktion in der bestehenden
Gesellschaft, in der es nicht darum geht, dem In-
dividuum die Freiheit zu bescheren, sondern eher 
darum, ihn zur Beschränktheit zu erziehen. Dieses 
ging jedoch meiner Ethik, welche sich durch mein 
Kunstschaffen heraus gebildet hatte, gegen den 
Strich und ich befand mich in einer perfekten 
Konfliktsituation. 

In solchen Augenblicken, wo der Existenzialismus den eigenen Elfenbeinturm einreißt, kommt man auf des Pu-
dels Kern und ich beschloss, quasi aus Elfenbeinturmsicht, Entwicklungsarbeit zu leisten, meine „alliierten/ex-
wessi“ Wertmaßstäbe über Bord zu werfen, welche ja auch durch Globalismus und EU-Karaoke genial enttarnt 
worden sind vor dem inneren Auge. Und mich an meine direkte Umwelt zu wenden, denn einmal „ausgeklinkt 
aus der Matrix“ wird einem schnell bewusst, auf welche Art von „Netzwerkbildung“ man geistige Konstrukte 
wie „Identitäten“ im Sinne einer Sozialen Plastik dauerhaft und organisch aufzupflanzen hatte. Ich hatte das 
Bedürfnis, meine deutschsprachigen Mitmenschen näher an meine Musik zu bringen, weil sie durch meine 
anglizistischen Stilmittel“ immer gern geneigt waren, geistig abzuschalten. Sprich, die wenigsten Leute in Deutschland verfügen über genug Englischkenntnisse, um sich angesprochen zu fühlen und reagieren auch 
noch doppelt sensibel, wenn sie in ihrer Muttersprache angesprochen werden.

Versteh mich nicht falsch. Ich empfinde es nicht als schlimm, wenn die Leute kein Englisch können, ich merkte 
nur ein großes KULTURELLES Defizit im Sinne eines „vereinten kultiviertem Europas“. Ich hatte das Bedürfnis, 
ein deutschsprachiges Projekt ins Leben zu rufen,was für mich bedeutete, auch den „Kulturstandort Deutschland“ 
als Thema MIT diesem Thema zu bearbeiten. Wenn die deutschen Europäer kein „Bewusstsein“ darüber hätten, 
woher sie kommen, denn es gibt eine Geschichte jenseits von 1933, dann hätten sie auch keine europäische Iden-
tität und sind so das, was sie eben zu sein scheinen, salopp gesagt, Kanonenfutter der Hochfinanznazis. Die ganze 
politische Debatte, welche in der letzten Zeit in Europa entbrannt ist, ist in meinen Augen primär eine kulturelle. 
Deshalb muss auch jeder vor „seiner Haustür“ anfangen und ich bin in diesem Fall eben in Deutschland geboren 
und aufgewachsen und dabei zufällig auch noch Künstler.

Carsten Klatte im Interview mit Dan Davis:
"Wenn die deutschen Europäer kein „Bewusst-
sein“ darüber hätten, woher sie kommen, denn 
es gibt eine Geschichte jenseits von 1933, dann 
hätten sie auch keine europäische Identität und 
sind so das, was sie eben zu sein scheinen, 
salopp gesagt, Kanonenfutter der Hochfinanz-
nazis. Die ganze politische Debatte, welche in der 
letzten Zeit in Europa entbrannt ist, ist in meinen 
Augen primär eine kulturelle. Deshalb muss auch 
jeder vor „seiner Haustür“ anfangen..."

Ein in meinen Augen sehr hoch angesehener kultureller Gedanke, der dem deutschen Kulturraum zumindest
historisch zuzuzählen ist, ist der der Sozialen Plastik und des erweiterten Kunstbegriffes. Joseph Beuys hatte es in
den 70ern damit formuliert, dass jeder Mensch ein Künstler ist. Christoph Schlingensief sagte irgendwann in den
2010ern, „dass wenn Politiker Theaterpreise kriegen sollten und Männer sich die Beine rasieren, der erweiterte
Kunstbegriff doch umgesetzt sei“, was sicherlich amüsant oder alarmierend klingt, je nachdem wie man es sieht,
jedoch weit an dem vorbei geht, was Beuys selbst darüber dachte und was in den „weiten Kunsträumen der
Gedankenbilder“ irgendwie verloren gegangen ist. Er meinte damit, dass, wenn jeder Mensch mit der selben
Sorgfalt an seinem Leben arbeiten würde, wie ein Künstler es tut, weil Kunst ein Prozess ist und kein Produkt,
würden wir so unsere Lebensqualität verbessern können, weil jeder einen Begriff hätte von Ethik und Moral/
Tugend/Mitte. In diesem Sinne, wenn die Arbeit an der eigenen sozialen Rolle, dem geschlechtsspezifischen
Verhalten, der Sozialisation und Domestizierung mit der selben Sorgfalt ausgeführt würden, wie ein Bildhauer
den Stein bearbeitet (hier gibt es sogar eine Analogie zur Freimaurerideologie, wobei Beuys ein Anthroposoph
gewesen ist...), hätten wir eine bessere, kultivierte Gesellschaft und die Grundlage für das, was allgemein als
Demokratie bezeichnet wird.

Bild rechts: Carsten Klatte, rechts, mit 
 Peter Heppner (WOLFSHEIM / HEPP-
NER), links im Bild.


Nun, Widukind, das Buch und das 
damit entstandene erste Album, ist so-
zusagen ein „Denkbild“ der Sozialen 
 Plastik „Klatte“ (in Verbindung mit 
meiner Frau natürlich). Es ist die di-
rekte Kommunikation des Künstlers 
mit seiner Umwelt, in diesem Fall 
 wohl vermeintlich der deutschspra-
chige Kulturraum. Aufbauend auf den
„Klischees“, welche, wie ich es immer 
gerne sage, „vermanscht“ werden, an-
gefangen beim Grufti-Charme, den Neo 
Folk-Anleihen in Verbindung mit z.B. 
Filmmaterial von Hans Richter, einem 
Dada Künstler aus Berlin, der von den 
Nazis als „entartet“ bezeichnet wurde, 
welches bei Live Performances mit ein-
gebracht wurde. 

Bis hin zu den Wortspielen in den Texten, geht es um ein prozessorientiertes Denken, welches den Hörer, abge-
sehen davon, dass es ihn unterhält, vielleicht auch zum Reflektieren bringt. Im besten Fall sogar zum Entdecken 
seines eigenen Potentials, welches er, analog zu den Gedanken von Beuys, selbst einmal entwickeln will.

Dan Davis: Du hast zuvor schon Deine musikalischen Qualitäten mit La Casa del Cid gezeigt. War La
Casa Deine erste Band? 

Carsten Klatte: Meine erste Band hatte ich mit 11 Jahren und bei meinem ersten Gig waren auch schon die 
„Bullen“ da, was mich als kleener Steppgen sichtlich stolz gemacht hatte. Irgendwie ahnte ich damals schon den 
„Rock and Roll“, welcher mein Leben bestimmen sollte bis jetzt. Mit 15/16 spielte ich dann in Norddeutschland in 
einer Jazz Band, so mit Stipendium vom Land und kam dann langsam auf den Punk. Lacasa del Cid entstand 
dann 1989 und ich sammelte erstmal ne Menge Eindrücke, bevor es 1999 dann zum ersten Album kam. Insge-
samt gab es dann drei Lacasa Alben, wobei die letzten zwei relativ schnell hintereinander entstanden sind.

Carsten Klatte im Interview mit Dan Davis:
"Ich spiele damit an auf Ereignisse, die 2011 im 
Internet als sogenannte Verschwörungstheorien 
kursierten. Ich glaube, es war der 26.06.2011, wo 
die EU Deutschland „ursupierte“, weil seit der 
„Wiedervereinigung“ 1990 das „ deutsche Land“, 
laut römischen Recht, ein herrenloses Land war 
und jemand kommen sollte, der quasi seine 
Fahne da rein steckt und den Anspruch darauf 
klar macht. Da am 26.06.2011 diese Frist verstrich, 
und das „deutsche Volk“ diesen Anspruch nicht 
geltend machte, da es anscheinend nichts davon 
wusste, fiel das deutsche Land an die EU...

Wenn man in diese Richtung ein wenig recher-
chiert, kommt man auf die Ausarbeitung der EU
als die „Neuordnung Europas“, welche mit dem 
Ende des deutschen Kaiserreiches und dem 
ersten Weltkrieg seinen Anfang nahm."

Dan Davis: Du hast in der Vergangenheit auch schon  mit Bands wie Wolfsheim, Cassandra Complex, 
 Project Pitchfork, Goethes Erben, Peter Heppner oder auch den Einstürzenden Neubauten  zusammen-
gearbeitet. Kannst Du ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern? Gibt es eine Zusammenarbeit, die 
Dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Links: Carsten Klatte mit Project Pitchfork, Amphi-
Festival, Köln, 2010, (by alternation.pl).

Carsten Klatte: Eine Anekdote? Gerne. Zum Beispiel
die „Airshow“ mit N U Unruh (Einstürzende Neu-
bauten, Anm. d. Verf.). Die Airshow ist eine von ihm 
erdachte Inszenierung, in der wir Samples abgefeuert 
haben, welche irgendeinen Zusammenhang mit dem 
Element Luft haben. Düsenjets, Luftballons, Donner 
und Fliegen. Alles wurde zu einer Soundlandschaft verwurstet. Mit diesem Zeug sind wir dann eingela-
den worden von einem Künstlerkollegen, welcher, 
im Namen der EU und der Windenergielobby, ein 
Windrad bearbeitet hatte, mit Leuchtstreifen und 
LEDs. Das ganze Spektakel dauerte ca. 20 Minuten. 
Wir bauten auf, mitten in der Lausitz auf einem Feld
im „Windpark“, die Lobby wurde angekachelt mit 
dem Bus, wir spielten unsere Samples auf dem Feld, 
die Industriekletterer klebten gerade die letzten LEDs 
an, es wurde gestaunt und Tee getrunken, weil es 
arschkalt war und danach rückten alle wieder ab. Wie 
gesagt, nach 20 Minuten war der Spuk vorbei. Es war 
glaube ich eine der skurrilsten Veranstaltungen, denen 
ich beiwohnen durfte. Es wurde einfach Geld rausge-
blasen, wobei wir selbst gerade mal die Benzinkohle 
raus hatten, soweit ich mich erinnere. Ich glaube 
„elitär“ ist hier ganz angemessen...

Dan Davis: Rodney Orpheus von Cassandra Com-
plex ist ja bekennendes Mitglied des O.T.O. (Ordo 
Templi Orientis). 

Bist Du auch Mitglied einer ähnlichen Vereinigung, außer dem Pilzbrüdern in naher Zukunft (laut dem
Roman zur CD wird dort die „Pilzbruderschaft“, eine den Freimaurern zugehörige Gruppierung, die die 
Geschicke der Welt lenkt, eines Tages unterwandert und deren Pläne manipuliert) (grins)?

Carsten Klatte: Rodney ist an dieser Stelle immer sehr „süß“,wie ich finde. Für ihn ist der O.T.O. und Rock and 
Roll irgendwie untrennbar, beides ist eben sexy.

Carsten Klatte im Interview mit Dan Davis
über den Musiker Rodney Orpheus, der be-
kennendes O.T.O-Mitglied ist und mit dem er
bei CASSANDRA COMPLEX spielte:
"Für ihn ist der O.T.O. und Rock and Roll irgend-
wie untrennbar, beides ist eben sexy. In diesem 
Sinne muss ich ihn bestätigen, denn die Idee des 
O.T.O. und die Ideologie von Thelema, den „Denk-
bildern“ Crowleys, sind sexy, da befreiend. Leider
ist die Umsetzung von Theorie in die Praxis nicht 
immer garantiert, nur weil ein Glaubenssatz es 
zulassen würde, dass wir alle eine bessere Zeit 
hätten."

Bild rechts: Carsten Klatte und Yve Darksound 
alias WIDUKIND.




In diesem Sinne muss ich ihn bestätigen, denn 
die Idee des O.T.O. und die Ideologie von Thele-
ma, den „Denkbildern“ Crowleys, sind sexy, da 
befreiend. 

Leider ist die Umsetzung von Theorie in die 
Praxis nicht immer garantiert, nur weil ein 
Glaubenssatz es zulassen würde, dass wir alle
eine bessere Zeit hätten. 

Das „Logenwesen“, egal ob es sich dabei um die 
Freimaurer handelt oder den O.T.O., ist genauso
korrumpiert, wie der Rest der Kultur. Das„Pro-
blem“ mit den höheren Weisheiten ist das, dass 
wenn man sich nicht „hochpolt“ auf IHR Niveau, 
also eine entsprechende seelische und geistige 
Reifung erfährt, welche ihnen angemessen ist, 
man sie auch nicht versteht und sowas kann 
dann, zumindest eine Zeit lang, gefährlich sein,
im wesentlichen für das Individuum selbst, weil
es sich der Kausalkette von Ursache und Wirkung 
nicht bewusst ist, in welche es eintritt, wenn es sich 
aufgrund seiner „internen Betitelung“ überschätzt.
Crowley hätte sich bei solchen Sachen noch nicht 
einmal an die Birne gefasst.

Die Pilzbrüder sind eine Metapher dafür. Glaube mir, ich habe solche Menschen getroffen und kennenlernen 
müssen, ich sie sonst auch nicht in meinem Buch verwurstet. Mein Kommentar an dieser Stelle war immer, dass 
so mancher Logenbruder DOCH lieber eine Gothic Band hätte gründen sollen und Beuys garantiert mehr Ahn-
ung hatte von „heiliger Geometrie“, als so mancher „Prinz von Jerusalem“...

Carsten Klatte im Interview mit Dan Davis:
"Was die Deutschen angeht und ihre „Anstellung“ 
bei den früher mal „alliierten Mächten“ und ihrer 
nun versuchten „selbstverwalteten“ G.m.b.H. scheint die jüngere Geschichte zu zeigen, dass 
der Begriff Staat, so wie er eigentlich gemeint 
ist, gar nicht verwirklicht wurde und diese 
Verwirklichung auch niemals geplant war,  
nach dem 2. Weltkrieg."

Dan Davis: Sehr interessant. Ich fand das Buch Widukind, welches der CD beiliegt, sehr unterhalt-
sam. Über weite Strecken erinnerte es mich doch entfernt an die Werke von Charles Bukowski. In-
haltlich könnte man die Themen Kunst und Politik, auf leicht ironische Weise dort verarbeitet, mit 
hervorheben. So beschreibst Du selbst es als eine Mischung aus „Kill your friends“, eine Prise „Edda“,
„Illuminati“ und „Empört Euch!“. Warum überhaupt ein Buch und nicht nur eine CD?

Oben: Carsten Klatte live mit Project Pitchfork, Amphi Festival, Köln, 2010 (by alternation.pl).

Carsten Klatte: Wegen der Hintergrundinformation. Ein Buch ist immer noch etwas gemütlicher als ein Musik-
werk und man kann mehr subversive Ideen speichern. Eine CD allein wird heutzutage viel zu schnell gescannt 
und verarbeitet. Konsumhaltung eben. Etwas zu produzieren, was sich nicht unbedingt als Gesamtbild konsu-
mieren lässt, ist ein Wagnis und als CD vielleicht ein Ding der Unmöglichkeit, sofern du nicht absoluten Lärm 
machst.Allein in Deutschland erblicken täglich zwischen 4500 und 7500 Veröffentlichungen das Licht der Welt 
und es war eben auch nicht mein Bestreben, mit dem „Gesamtkunstwerk Widukind“ einfach medial vor die 
Hunde zu gehen.

Also entwarf ich das Essay um ein paar „Hintergrundinformationen“ preis zu geben, was mich dazu bewegen
würde, ein „Schiff“ wie Widukind zu Wasser zu lassen, vielleicht ein Tropfen auf den heißen Stein der Zeit, aber 
die Idee eine Nachlasses meines künstlerischen Schaffens am „Ende der Zeit 2011/2012“ in schriftlicher Form 
machte mir Freude. Ich denke nicht, dass es bei diesem Essay bleiben wird, aber ich muss auch erstmal erleben, 
wie die Reaktion darauf ausfällt, da der Text , den ich geschrieben habe, nicht unbedingt leicht verdaulich ist.

Carsten Klatte im Interview mit Dan Davis:
"Es gibt einen interessanten Schriftsteller 
namens Eduard Bernays. Der schrieb ein Buch 
1928 das heißt „Propaganda“ (er ist auch der-
jenige, der den Begriff „Lifestyle“ prägte). Er war 
der Neffe von Sigmund Freud und vertrat, wie 
Freud auch, die These „der Mensch (die Masse) 
ist die Bestie“. Die Masse ist, laut Bernays, nicht
in der Lage, sich selbst zu kontrollieren und muss 
deshalb im Zaum gehalten werden ... Am Ende ist 
es die Angst, mit der wir uns kontrollieren lassen, 
an den Stellen, wo uns das Vertrauen fehlt. Dieser
Mechanismus ist sehr subtil und hat mehr mit 
Magie zu tun, als man erstmal so denkt."

Das Essay ist ein Denkbild (ein Ausdruck von Beuys). Ich bezeichne es als Kopftheater. Kopftheater, im Gegen-
satz zum Kopfkino, ist ein offener Prozess. Wenn man als Leser einsteigt in „das Stück Widukind“, kann man 
selbst entscheiden, in welche „Bahnen“ man es lenken möchte, ob man sich verwirren lassen will, sich „entertaint“ 
fühlt oder den „tieferen Sinn“ des Denkbildes/Mandalas entschlüsseln möchte.

Mich selbst hat der Prozess des Schreibens jedenfalls definitiv verändert und ich denke, es wird nicht bei diesem 
einen Essay bleiben. Ich glaube, ich habe Gefallen daran gefunden.

Dan Davis: In dem Buch beschreibst Du die Welt aus verschiedenen Zeitzonen, zeitweise rückblicken 
aus der Zukunft, als eine Art Sklavenstaat-Gesellschaft. Dazu ein mir in Erinnerung gebliebenes erwäh-
nenswertes Zitat von Dir: „… Und da die Deutschen es zu der Zeit, als sie noch einen Personalausweis 
hatten, auch nicht verstanden, wessen Personal sie waren, änderte ich die Definition in Perso-anal.“ 
Vielleicht eine kurze Ergänzung Deinerseits zum Thema.

Links: Carsten Klatte und Yve Darksound alias 
WIDUKIND.




Carsten Klatte: Ich spiele damit an auf Ereignisse, 
die 2011 im Internet als sogenannte Verschwörungs-
theorien kursierten. Ich glaube, es war der 26.06.
2011, wo die EU Deutschland „ursupierte“, weil 
seit der „Wiedervereinigung“ 1990 das „ deutsche 
Land“, laut römischen Recht,ein herrenloses Land 
war und jemand kommen sollte, der quasi seine 
Fahne da rein steckt und den Anspruch darauf klar 
macht. Da am 26.06.2011 diese Frist verstrich, und 
das „deutsche Volk“ diesen Anspruch nicht geltend 
machte, da es anscheinend nichts davon wusste, fiel 
das deutsche Land an die EU, welche somit ein 
Territorium besitzt und nicht einfach mehr aufge-
löst werden kann.

Wenn man in diese Richtung ein wenig recherchie-
rt, kommt man auf die Ausarbeitung der EU als die 
„Neuordnung Europas“, welche mit dem Ende des 
deutschen Kaiserreiches und dem ersten Weltkrieg 
seinen Anfang nahm. Zumindest stellt man fest, 
selbst mit seinem Zeitgeist-Empfinden scheinbar in 
Prozesse mit eingebunden zu sein, von welchen man 
kaum eine Ahnung besitzt, welche Dimensionen und 
Zeitfenster sich da auftun und auf wessen „Spiel-
brett“ man sitzt und herum geschoben wird.

Was die Deutschen angeht und ihre „Anstellung“ bei den, früher mal „alliierten Mächten“ und ihrer nun versuch-
ten „selbstverwalteten“ G.m.b.H. scheint die jüngere Geschichte zu zeigen, dass der Begriff Staat, so wie er eigent-
lich gemeint ist, gar nicht verwirklicht wurde und diese Verwirklichung auch niemals geplant war, nach dem 2. 
Weltkrieg. Interessant ist, dass, seitdem diese Fragestellung im Netz diskutiert wird, neben zum Beispiel der 9/11 
Thematik, die sogenannten Antifa-Aktivistenseiten, neben Antisemiten und Rassisten, nun auch Verschwörungs-
theoretiker als zu verfolgend betrachten, was wiederum eine, in meinen Augen, gezielte Public Relation Kampa-
gne ist, denn so funktioniert ja die Masse, die sich an jenen Stellen dann glaubt, Information zu holen, welche 
durch scheinbare Institutionen untermauert, zur Meinungsbildung heran gezogen wird.

Das „Problem“ dabei ist der Unterschied zwischen einer juristischen Person und einer natürlichen. Bei ersterer
gelten die Menschenrechte nicht. Die meisten Anwälte studieren Handelsrecht und nicht Völkerrecht, welches 
im „normalen Jura-Studium“ nicht vorkommt oder nur bedingt, habe ich gehört. Im Fall von Deutschland scheint 
das ein relevanter Punkt zu sein, sonst würde man das nicht so tot schweigen mit Kriegsschuld und „Nazikeulen“. 
Die Leute in Deutschland liegen moralisch am Boden und haben Angst zu dem zu stehen, was sie eigentlich sind, 
deutsche Kulturmenschen. Sie haben Angst, weil sie dazu erzogen wurden, dass das gleich heißt, „den Hitler geil 
zu finden“ und ansonsten nichts über sich und die Historie ihres Kulturkreises zu wissen. Nur wer nicht weiß, 
woher er kommt, kann auch nicht sagen wer er ist, wenn er irgendwo hingeht und jemand anderes trifft, und so 
entsteht dann Angst. Sich dabei auf sich selbst berufen zu können im Sinne der Menschenrechte ist meiner Mei-
nung nach absolut unabdingbar. Menschenrecht ist Völkerrecht und das Wort Volk, welches von Außen auf dem 
Reichstag eingemeißelt steht, soll von innen ersetzt worden sein durch das Wort Bevölkerung, weil den Deutschen 
das völkische aberzogen werden sollte. „Bevölkerung“, als Modus Operandi, ist eine statistische Größe, welche 
grob nach Handelsrecht stinkt, finde ich, selbst wenn dem nicht so sei.

Carsten Klatte im Interview mit Dan Davis
zum Thema "Nazikeule":
"Die Leute in Deutschland liegen moralisch am 
Boden und haben Angst zu dem zu stehen, was
sie eigentlich sind, deutsche Kulturmenschen. 
Sie haben Angst, weil sie dazu erzogen wurden, 
dass das gleich heißt, „den Hitler geil zu finden“ 
und ansonsten nichts über sich und die Historie ihres Kulturkreises zu wissen. Nur wer nicht 
weiß, woher er kommt, kann auch nicht sagen 
wer er ist, wenn er irgendwo hingeht und
 jemand anderes trifft, und so entsteht dann
Angst..."

Dan Davis: An anderer Stelle schreibst Du in Deinem Roman: „ Da ich schon tot war und sowieso ein 
Gott, ließ ich mich kurzerhand erschießen.“ Höre ich hier eine zynische Anmerkung heraus, dass wir 
uns überwiegend zu sehr in unserem Handeln von unseren Ängsten leiten lassen?

Bild rechts: Yve Darksound von WIDUKIND.

Carsten Klatte: Es gibt einen interessanten Schrift-
steller namens Eduard Bernays. Der schrieb ein Buch 
1928 das heißt „Propaganda“. (Er ist auch derjenige, 
der den Begriff „Lifestyle“ prägte.) Er war der Neffe 
von Sigmund Freud und vertrat, wie Freud auch, die 
These „der Mensch (die Masse) ist die Bestie“. Die 
Masse ist, laut Bernays, nicht in der Lage, sich selbst 
zu kontrollieren und muss deshalb im Zaum gehalten 
werden. In Kriegszeiten nennt sich sowas dann Pro-
paganda, in Friedenszeiten nannte er es Public 
Relation. 

Beides hat die Manipulation der öffentlichen Mei-
nung und somit der Öffentlichkeit zum Ziel und 
beides verankert posthypnotische Suggestionen im 
(kollektiven) Unterbewusstsein. Die treibenden Kräfte 
dabei sind die animalischen oder instinktiven, weil es 
eben genau diese sind, welche die Masse „aus der 
Spur“ bringen würden, wenn man sie nicht über/
durch sie lenken würde. Natürlich werden wir durch 
unsere Ängste ausgesteuert. Angst, Zorn und Hass. 
Neid, Eifersucht, Jähzorn, alles was sich darauf auf-
baut, oder sich da ausformt. 

Am Ende ist es die Angst, mit der wir uns kontrollie-
ren lassen, an den Stellen, wo uns das Vertrauen fehlt. 
Dieser Mechanismus ist sehr subtil und hat mehr mit 
Magie zu tun, als man erstmal so denkt. 

Pädagogik hat mehr mit Hypnose zu tun, als damit Lernprozesse konstant und selbst zu entwickeln, es sei denn,
man ist in der Kunsttherapie, aber allein dieser Begriff ist ja schon wieder degradierend. Daran kann man sehen,
welchen Stellenwert man selbst in so einem Wertesystem hat.

Zu erkennen, dass man selbst es ist, der diese „Glaubenssätze“ am Leben hält, ist ein Prozess, der einen unmittel-
bar an die eigenen Ängste bringt. An dieser Stelle ist es wie mit der „juristischen“ und der „natürlichen“ Person, 
man könnte sich entscheiden, wie man seiner Angst begegnen will, denn eigentlich war uns unsere Angst mal 
ganz lieb und teuer, warnte sie uns doch vor den vielen Gefahren, da draußen in der Natur. Heute, wo wir kulti-
viert sind, haben wir selbst keinen Platz für unsere Angst oder für ihren Wert und übergeben sie anderen, zum 
Beispiel der Filmindustrie, welche uns dann aber, ganz im Sinne von Bernays und Co, damit kontrolliert und
fremdbestimmt.

Ich glaube die (momentane) westliche Welt ist ein (momentanes) Kulturgefüge, aufbauend auf Angst, eine 
ganze Industrie lebt davon. Eine? Was rede ich...

Carsten Klatte im Interview mit Dan Davis:
"Zu erkennen, dass man selbst es ist, der diese 
„Glaubenssätze“ am Leben hält, ist ein Prozess, 
der einen unmittelbar an die eigenen Ängste 
bringt ... Man könnte sich entscheiden, wie man 
seiner Angst begegnen will, denn eigentlich war uns unsere Angst mal ganz lieb und teuer, 
warnte sie uns doch vor den vielen Gefahren, 
da draußen in der Natur. Heute, wo wir kultiviert 
sind, haben wir selbst keinen Platz für unsere 
Angst oder für ihren Wert und übergeben sie 
anderen ... welche uns dann aber, ganz im Sinne 
von Bernays und Co, damit kontrollieren und fremdbestimmen."

Dan Davis: Du schreibst „Die Schlange, die sich in den eigenen Schwanz beißt, ist kein Synonym für
Selbstbefriedigung!“ Du schreibst weiter, dass sich die Dinge immer zu wiederholen scheinen. Siehst 
Du in den Geheimgesellschaften wie den Freimaurern eher eine Gefahr, die von dunklen Mächten 
gelenkt wird, oder eine sinnvolle Bruderschaft?

Carsten Klatte: Ich sehe es eigentlich so, wie
Crowley es sah. Wenn ein magisches Unterfan-
gen schief geht, heißt es eigentlich eher, dass 
der „Magier“ Mist gebaut hat und nicht, dass 
das System nicht funktioniert. Ich sehe Traditi-
on als etwas sinnvolles, weil sie uns Überlie-
ferungen gibt, von Dingen, die sich bewährt 
haben. Wenn dem nicht so wäre, wären sie uns 
auch nicht überliefert. Was die Freimaurer an-
geht, finde ich, dass sie in der „Bernay´schen
PR-Version“ überbewertet werden oder besser 
gesagt, für etwas hinhalten, in einer Art, das 
quasi „Bildzeitungsqualitäten“ hat. 
Es ist vielleicht sogar ein schlauer Schachzug, 
auf den „Iluminaten“ rum zu hacken, welche 
sich irgendwann ein paar Jahre nach 1776 auf-
gelöst haben. 

Die damaligen Illuminaten gingen gegen die Freimaurer vor, in deren Logen man nur als Adeliger aufgenommen 
wurde. Ihnen ging es darum, ihre Logengeheimnisse unters Volk zu bringen. Was dabei raus kam, unter anderem 
die französische Revolution, können wir ja bis heute sehen, jedoch Freimaurer und Illuminaten in einem Atemzug 
zu nennen ist ungefähr so wie St. Pauli mit dem F.C. Bayern zu verwechseln. Zu denken „die Maurer wären sich 
alle einig“ ist etwas naiv.

Carsten Klatte im Interview mit Dan Davis
über die Freimaurerei:
"Zu denken „die Maurer wären sich alle einig“ 
ist etwas naiv.  Maurerbünde sind eine dubiose 
Sache ... Crowley sagte auch irgendwann einmal, 
dass du dem dümmsten Menschen auf der Welt 
einmal in seinem leben Kokain geben solltest, 
damit er mal den Genuss von Macht verspürt. 
Ich glaube, das trifft leider auf die meisten
„erlauchten Meister“ zu heutzutage, welche es 
nötig haben, sich hinter staubigen Schürzen zu 
verstecken. Diese Leute sind dann auch 
durchaus gefährlich..."

Maurerbünde sind eine dubiose Sache. Einige beziehen sich auf Jakobus Burgundis Molensis, den letzten Groß-
meister der Tempelritter, andere beziehen sich auf alte babylonische Mondkulte oder eben den Illuminatenorden
Adam Weishaupt oder den „legendären“ Christian Rosenkreuz. Es geht an dieser Stelle oftmals um den Mythos, 
der sich durch solche Aufzeigungen auftut. Ein Mythos ist immer 50% der „Miete“ in einem Geheimbund. Einige, 
eventuell in der katholischen Kirche, haben sogar eine relativ weit zurück reichende Historie im Sinne einer 
Sukzessionslinie, aber das heißt wirklich absolut gar nichts. Crowley sagte auch irgendwann einmal, dass du 
dem dümmsten Menschen auf der Welt einmal in seinem leben Kokain geben solltest, damit er mal den Genuss 
von Macht verspürt. Ich glaube, das trifft leider auf die meisten „erlauchten Meister“ zu heutzutage, welche es 
nötig haben, sich hinter staubigen Schürzen zu verstecken. Diese Leute sind dann auch durchaus gefährlich. Sie 
sind es aber nicht, weil sie Maurer sind, sie könnten auch Terroristen sein oder Amokläufer.

Ich habe einen viel zu großen Respekt vor echten, erlauchten Möglichkeiten des inneren Wachstums, wozu ich 
die Idee der Freimaurerei im Idealfall auch zähle. Es ist dabei allerdings durchaus interessant zu sehen, wem eine 
schlechte Maurer PR eigentlich nützt. Warum soll es mich interessieren, dass „die Großmutter von Bush die Toch-
ter Crowleys sein soll“ und die da in Washington und Hollywood alle böse Satanisten sind? Die Masse denkt doch 
sofort, dass das alles stimmt und die Ideen Crowleys, Thelema und das Gesetz von „Tue was du willst“ ist der
Schlüssel zum Bösen, sprich, sie lassen ihre Finger davon.

Aber vielleicht wäre ein kollektiveres „Tue was du willst“ ja eigentlich genau das, was uns fehlt!?

Könnte es sein, dass bei genauerer Betrachtung die „Doktrin der Freiheit“, „tue was du willst“ im eigentlichen 
Sinne das ist, was JEDEN befreien könnte, im Sinne von Beuys erweiterten Kunstbegriff, in Analogie zu den 
Ausführungen der Sozialen Plastik, siehe wie zuvor genannt?!

Dan Davis: Ja, wäre durchaus möglich. Anderes Thema. Ihr habt im Januar 2012 die Band Kirlian Camera 
supportet. Wie war´s?

Carsten Klatte: Es war ein sehr schönes Konzert. Leider viel zu kurz. Und Kirlian Camera, die uns eingeladen 
haben, waren perfekte Gastgeber.

Dan Davis: Ach, da fällt mir noch etwas ein. Kannst Du den Lesern erklären, was Du unter „International-
sozialismus“ verstehst?

Bild rechts: Carsten Klatte, links live mit 
Peter Heppner, rechts, & Band am 5.2.2009
im Werk II.




Carsten Klatte: Internationalsozialismus 
ist ein Wortspiel aus dem Internet. Es ist 
natürlich angelehnt an „Nationalsozialis-
mus“, wovon jeder sofort einen Begriff
hat. 

Internationalsozialismus oder „Globana-
lisierung“, wie ich Globalismus in meinem 
Essay etwas satirisch bezeichne, benutzen 
dieselben Mechanismen wie der National-
sozialismus, sie scheinen nach „unten“ hin 
sozial zu sein, zumindest für die „eigene 
Gemeinschaft“, und sind nach „oben“ au-
toritär. Hartz IV und ESM zum Beispiel. 

Der Begriff „Internationalsozialismus“ stammt ja nicht von mir, so wie eigentlich alle „Ideen“ aus dem Buch
von mir eher aufgegriffen wurden und in einen gewissen Kontext gestellt sind. Die wesentliche Quelle aller Infos 
ist ja heutzutage das Internet und dort finden ja auch die kulturellen Kontroversen statt, da nirgendwo sonst ein 
Platz zu finden ist, für „alternative“ Meinungen und Informationen.

Dan Davis: Die Widukind-CD ist, wie ich finde, ein Knaller. Wenn man Neo-Folk m ag, sollte man auf 
jeden Fall mal hineinhören. Hast Du trotzdem einen Lieblings-Song?

Carsten Klatte: Ich glaube, das kannst du mich nicht fragen, da ich jeden Song geschrieben habe. Ich liebe mein
„Duett“ mit Yve, „Licht“ oder auch den Song mit Mathias Eysen. Ich mag alle Stücke, ich bin schließlich der 
Musiker (grinst).

Carsten Klatte im Interview mit Dan Davis:
"Interessant ist, dass, seitdem diese Fragestel-
lung im Netz diskutiert wird, neben zum Beispiel
der 9/11 Thematik, die sogenannten Antifa-Akti-
vistenseiten, neben Antisemiten und Rassisten, 
nun auch Verschwörungstheoretiker als zu 
verfolgend betrachten, was wiederum eine, in 
meinen Augen, gezielte Public Relation Kampagne 
ist, denn so funktioniert ja die Masse, die sich an 
jenen Stellen dann glaubt, Information zu holen, 
welche durch scheinbare Institutionen unter-
mauert, zur Meinungsbildung heran gezogen 
wird."

Dan Davis: Ist das Projekt La Casa del Cid von Dir Geschichte, oder wird hier noch etwas nach-
kommen?

Carsten Klatte: So genau wissen tut das keiner,
am wenigsten ich selbst. Im Moment jedoch arbeite 
ich an weiterem Widukind-Zeug und an einer neu-
en Carsten Klatte-Solo-Platte. Ich habe so viele Son-
gs geschrieben in der letzten Zeit, wo ich auf Mut-
tersprache umgestellt habe, musste mich quasi erst-
mal austoben und sehen, was alles so geht, dass ich 
ohne weiteres 2 Alben deutsche Chansons machen könnte, allein im Augenblick. 

 Potential ist also genug vorhanden, ob das jetzt ir-
gendwann mal wieder zu Lacasa del Cid wird, steht 
in den Sternen. Im Moment habe ich da keinen Ge-
danken dran.

Dan Davis: Könntest Du Dir eines Tages eine 
musikalische Zusammenarbeit zwischen Dir und
Constance Rudert (Blutengel / Cinderella Effect) 
vorstellen, die Du ja ebenfalls persönlich kennst 
und deren Interview im Cover Up! Newsmagazine 
letztlich auch zu diesem Interview geführt hat?

Carsten Klatte: Wenn die Ausarbeitung von so mancher Idee nicht auch immer mit so viel Energie und Zeit
verbunden wäre, könnte ich mir so einiges vorstellen und darunter sicher auch das. Im Moment ist das aber
eher ausgeschlossen.

Carsten Klatte im Interview mit Dan Davis:
"Internationalsozialismus oder „Globanalisie-
rung“, wie ich Globalismus in meinem Essay 
etwas satirisch bezeichne, benutzen dieselben 
Mechanismen wie der Nationalsozialismus. Sie 
scheinen nach „unten“ hin sozial zu sein, zumin-
dest für die „eigene Gemeinschaft“, und sind 
nach „oben“ autoritär..."

Dan Davis: Was steht bei Dir in nächster Zeit noch an? Eventuell das eine oder andere Konzert?

Carsten Klatte: Ja. Wahrscheinlich werden wir mit Widukind ein Konzert haben auf dem WGT (Wave Gothic 
Treffen) und im Herbst, sofern die Götter mit uns sind, eine Tour machen. Infos und Neues von Widukind gibt
es immer unter www.widukinder.de ...

Dan Davis: Carsten, vielen Dank für Deine ausführlichen Worte. Und alles Gute für WIDUKIND und 
schöne Grüße auch an Yve!


Widukind - Licht


La Casa Del Cid Live: The Seeker Schwarze Seiten

(Copyright by COVER UP! Newsmagazine, 22.03.2012)
(Fotos Copyright bei C. Klatte)



Lesen Sie auch:
Dan Davis im Interview mit CARSTEN KLATTE
zu seinem Album "Deserteure", der NSA,
E. Snowden, Angela Merkel, die Bilderberger & Co


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